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Finanziell stabil, attraktiv für Familien

Neujahrsempfang der Gemeinde Rosdorf Finanziell stabil, attraktiv für Familien

Die Gemeinde Rosdorf wird im laufenden Jahr große Schritte nach vorn unternehmen. Davon zeigte sich Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag überzeugt.

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Rosdorfs Gemeindebürgermeister Sören Steinberg.

Quelle: Christina Hinzmann

Rosdorf. In einer fast einstündigen Rede vor gut 250 Gästen in der Anne-Frank-Halle beleuchtete Steinberg ausführlich Fortschritte, aber auch Versäumnisse in den vergangenen Jahren. Wie auch in anderen Gemeinde sei es in Rosdorf in früheren Jahren aufgrund der Haushaltslage hier und da versäumt worden, in die Infrastruktur zu investieren: „Sanierungen sind nicht im notwendigen Umfang vorgenommen worden“, erklärte Steinberg. Das habe unter anderem zu Vermögensverlusten geführt.

Jetzt aber seien die Weichen gestellt, um Rosdorf für junge und alte Menschen wie auch für Familien nicht nur attraktiv zu halten, sondern die Angebote noch weiter zu verbessern. Wichtigstes Projekt dabei sei das Drei-Millionen-Euro-Projekt des neuen Familienzentrums, das Angebote für alle Bürger aus allen Ortsteilen der Gemeinde bereithalten werde. Außerdem, so Steinberg, werde in diesem Jahr mit dem Neubau des Horts an der Heinrich-Grupe-Schule begonnen - „eine erhebliche Entlastung für die Schule“. Damit ende auch die Notlösung der Überlassung des Lehrerzimmers der Schule zu Unterrichtszwecken, die das Lehrerkollegium dankenswerterweise möglich gemacht habe.

Zu den Anstrengungen, die Attraktivität Rosdorfs weiter zu steigern, gehöre auch eine gute Kinderbetreuung. Er begrüße das Vorhaben der neuen Landesregierung, den Besuch von Kindertagesstätten im ersten und im zweiten Jahr beitragsfrei zu gestalten, warnte aber davor, die finanziellen Lasten den Kommunen und damit auch der Gemeinde Rosdorf aufzubürden: „Jetzt schon legen wir für die Beitragsfreiheit im dritten Kindergartenjahr jährlich 100000 Euro drauf.“ Wenn die ersten zwei Jahre ebenfalls beitragsfrei würden, entgingen der Gemeinde weitere 200000 Euro pro Jahr. Diese Lasten müsse das Land tragen nach dem Grundsatz „wer bestellt, muss auch zahlen“.

Finanziell, so Steinberg, sei die Gemeinde zwar nicht auf Rosen gebettet, aber stabil. Die Höhe der Liquiditäts- oder Kassenkredite seien von 2,6 Millionen Ende 2015 auf 1,2 Millionen Euro Ende 2016 gesunken. Seine Verwaltung habe danach mit einem leichten Anstieg gerechnet, aber: Stattdessen sei die Höhe der Kassenkredite auf nur noch 800000 Euro gesunken.

Die Investitionskredite seien von 2011 bis 2015 von 8,46 Millionen Euro auf 6,88 Millionen kontinuierlich gesenkt worden. Allerdings seien diese Kredite im Jahr 2016 wieder auf 7,33 Millionen gestiegen, derzeit betrügen sie etwa 7,6 Millionen Euro.

Derzeit, so Steinberg, gebe es in der Gemeinde eine sehr hohe Nachfrage an Baugrundstücken. Dem müsse die Verwaltung Rechnung tragen, auch mit der Ausweisung neuer Baugebiete. Ihm sei allerdings auch an der Schaffung von Mietwohnungen und generell an einer nachhaltigen Wohnraumentwicklung gelegen, erklärte der Bürgermeister.

Auch bei Gewerbegrundstücken gebe es weiterhin einen hohen Bedarf: „Derzeit können wir nicht alle Anfragen positiv bescheiden.“ Deshalb werde 2018 nach einem Jahr Verzögerung mit der Erschließung des Gewerbegebiets Siekanger begonnen.

Von Matthias Heinzel

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