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Die letzten Weihnachtsbabys?

Drei Geburten in St. Martini Die letzten Weihnachtsbabys?

Drei Familien und ihr Nachwuchs haben in diesem Jahr Weihnachten auf der Entbindungsstation des Krankenhauses St. Martini verbracht. Sie teilen eine Hoffnung: Auch im kommenden Jahr soll es Weihnachtsbabys in Duderstadt geben.

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Drei Familien und ihr Nachwuchs haben in diesem Jahr Weihnachten auf der Entbindungsstation des Krankenhauses St. Martini verbracht.

Quelle: NE

Duderstadt. Im weiß-roten Strampler mit Weihnachtsmotiven darauf liegt Tristan Elias Hahn im Schoß seiner Mutter. Das Heiligabendbaby, das um 6.08 Uhr mit einer Größe von 54 Zentimetern und einem Gewicht von 3480 Gramm auf die Welt gekommen ist, hätte eigentlich bereits am 19. Dezember geboren werden sollen. Schließlich erblickte der Sohn der Duderstädter Dorothée und Matthias Hahn erst nach Mariella, der Tochter von Susanne Iseke und Mike Wand, das Licht der Welt. Das Mädchen, das mit seinen Eltern in Holungen leben wird, hatte beim Start ins Leben 49 Zentimeter und 2860 Gramm. Das dritte der Weihnachtsbabys, Lena, stammt aus Tiftlingerode und ist die Tochter von Angelika Sondermann und Matthias Käferhaus. Lena ist am ersten Weihnachtsfeiertag mit 3560 Gramm und 51 Zentimetern zur Welt gekommen.

 "Wie Urlaub" sei der Aufenthalt im Krankenhaus über Weihnachten gewesen, sagt Hahn. Sogar einen künstlichen Weihnachtsbaum hätten sie uns ihr Mann im Familienzimmer aufgestellt. Gänsebrust und Rotkohl, Besuch von der Familie - ganz harmonisch sei das Weihnachtsfest verlaufen.

Dass dies im kommenden Jahr womöglich nicht mehr möglich sei, wäre ein "herber Verlust für so Region", glauben die jungen Eltern. Auch die anderen beiden Elternpaare hätten bereits eine Online-Petition zur Rettung der Geburtshilflichen Abteilung unterschrieben, selbst an einer Demo würden sie sich beteiligen, sagen die Eltern übereinstimmend. Die Alternativen? Die Eltern zucken die Schultern. Wären vorhanden, aber mit Abstrichen verbunden, sagen sie. Bei Risikogeburten sei der Weg nach Göttingen oder Heiligenstadt weit, zudem bleibe das Gefühl der Unsicherheit. Außerdem befürchten die Eltern, die professionelle Betreuung und die familiäre Atmosphäre in St. Martini könnten in anderen Häusern nicht gegeben sein.

"Wir freuen uns über ein Christkind zum Weihnachtsfest", sagt Schwester Maria Wienert, Stationsleitung der A3. Ebenso freue sie sich über die Unterstützung, die die Abteilung aktuell erhalte. "Ärzte, Hebammen und Schwestern stehen voll dahinter." Sie appelliert aber auch an jeden anderen, der "am Haus vorbeifährt": "Bitte überdenken Sie, dass, wenn das Haus erhalten bleiben soll, wir Sie als Patienten brauchen."

Als Zeichen der Solidarität hat Patientin Hahn versprochen, den Weihnachtsstrampler ihres Sohnes zu spenden. In der Hoffnung, dass ihn im kommenden Jahr ein anderes Baby tragen könne.

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