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Dringender Sanierungsbedarf am Kreuzweg

Immingerode Dringender Sanierungsbedarf am Kreuzweg

Dringender Sanierungsbedarf besteht am Kreuzweg in Immingerode. Ortsbürgermeister Stefan Stollberg (CDU) hat erklärt, dass sogar die Standsicherheit einzelner Stationen gefährdet sei. Mit Fördermitteln soll das Kulturdenkmal aufgearbeitet werden. Auch der Weg selbst soll wieder hergerichtet werden.

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Ortsbürgermeister Stefan Stollberg zeigt eine der am stärksten betroffenen Stationen.

Quelle: Rüdiger Franke

Immingerode. „Unser Kreuzweg ist ein außerordentliches Kulturdenkmal im Eichsfeld“, erzählt Stollberg. Er habe eine große Bedeutung über das Dorf hinaus. So werde der Kreuzweg auch von den Einwohnern der anderen Pferdeberggemeinden Tiftlingerode und Gerblingerode genutzt. „Besucher aus der Kolping-Ferienstätte auf dem Pferdeberg haben berichtet, dass sie den Weg gehen, um ihrem Glauben zu folgen“, so Stollberg weiter. Der Kreuzweg wurde 1884 errichtet, berichtet der Ortsbürgermeister. Er besteht aus 14 Sandsteingehäusen mit kolorierten Reliefs, die den Pferdeberg hinauf angesiedelt sind. Früher habe er an der Straße Am Pferdeberg gestanden und sei erst später zu seinem jetzigen Standort verlegt worden. „Mein Schwiegervater hat die Stationen schon einmal aufgearbeitet“, so Stollberg. Die bislang letzten Reparaturen seien 1986 vorgenommen worden. Die jetzt notwendigen Maßnahmen seien zum Teil lebensrettende Maßnahmen für einzelne Stationen. Dabei müsse vor allem die Verkehrsicherheit hergestellt und gewährleistet werden, sagt Stollberg.

 

Quelle: Rüdiger Franke

Eine erste Kostenschätzung hat eine Gesamtinvestitionssumme von etwa 102000 Euro ergeben. „Die Förderquote wird bei 63 Prozent liegen“, erklärt der Ortsbürgermeister. Den Rest müsse die Gemeinde aufbringen. Um den Förderantrag einreichen zu können müssen drei Angebote vorliegen. In Kürze wird deshalb ein weiterer Steinrestaurator nach Immingerode kommen, um den Kreuzweg zu besichtigen. Ursprünglich war vorgesehen, das Projekt über die Dorfentwicklung abzuwickeln. Mittlerweile ist eine Förderung aus der Programmkomponente Kulturerbe vorgesehen. „Das ist auch ein Topf der Europäischen Union“, erläutert Stollberg. Die Förderungswürdigkeit sei bereits nach der Niedersächsischen Denkmalpflege bestätigt und dokumentiert worden. „Der nächste Stichtag ist der 31. Januar 2018“, so Stollberg. Dies sei auch der Termin, der für die Antragstellung angestrebt werde.

Außer an den einzelnen Stationen habe auch die Aufarbeitung des Weges selbst eine hohe Bedeutung, berichtet Stollberg. In diesem Zusammenhang habe es Gespräche mit der Stadt Duderstadt und dem Forst Immingerode gegeben. Der Forst plane zum Beispiel die Fällung einiger alter Eichen, die nicht mehr standsicher seien. Darüber hinaus seien die Ableiter des Weges komplett zugewuchert, wie der Ortsbürgermeister erzählt. Deren Aufarbeitung diene vor allem auch dem Unwetter- beziehungsweise Hochwasserschutz. Stollberg berichtet, dass über den Weg bereits einmal der Schlamm eines Feldes bis in die Dorfmitte geflossen sei. Das könne durch funktionierende Ableiter verhindert werden.

 

Quelle: Rüdiger Franke

Von Rüdiger Franke

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