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Duderstadt tritt Sächsischem Hansebund bei

Historischer Verbund Duderstadt tritt Sächsischem Hansebund bei

Drei Mal hat Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) angesetzt, tunkte den roten Federkiel in braune Tinte, um seine Unterschrift zu vollenden: Stilvoll wurde so der Beitritt Duderstadts zum Sächsischen Hansebund vollzogen.

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Elfte Unterschrift: 120 Zentimeter misst die Gründungsurkunde, die nun den Namenszug des Duderstädter Bürgermeisters trägt.

Quelle: Lüder

Duderstadt. Der Namenszug des Bürgermeisters auf der Gründungsurkunde besiegelte die Mitgliedschaft Duderstadts an der Neugründung der historischen Städtegemeinschaft. Der Sächsische Hansebund war im Mittelalter ein regionaler Zusammenschluss von 42 Hansestädten im sächsischen Raum. Diese Städte verteilen sich heute auf vier Bundesländer – Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. In der Region gehörten neben Duderstadt unter anderem Göttingen, Northeim, Osterode, Einbeck und Hann. Münden zum historischen Sächsischen Hansebund.

Duderstadt unterschrieb als elfte Stadt die Gründungsurkunde. Den ersten Namenszug setzte am 8. Juni Dagmar Szabados (SPD), Oberbürgermeisterin von Halle, unter das Dokument. Von der Stadt an der Saale ging die Initiative zur Wiederbelebung des Sächsischen Hansebundes aus. Vertreter Halles sind seitdem mit der 120 Zentimeter langen Gründungsurkunde auf handgeschöpftem Papier unterwegs, um möglichst viele weitere Unterschriften einzusammeln.

Zwischen 20 und 30 Mitglieder wird der neuzeitliche Sächsische Hansebund – formal eine Arbeitsgemeinschaft der beteiligten Städte – Ende des Jahres haben, hofft Wilfried Fuchs. Der Hansebeauftragte der Stadt Halle war gemeinsam mit dem halleschen Citymanager Wolfgang Fleischer zur Unterzeichnungszeremonie ins Duderstädter Rathaus gekommen. Gekleidet im Stil des 15. Jahrhunderts gab er dieser gemeinsam mit Duderstadts Stadthauptmann Friedrich-Wilhelm von Knorr, alias Matthias Koch, einen historischen Rahmen.

Wiederbelebung eines historischen Verbundes

„Wenn wir als elfte Stadt unterzeichnen, ist das eine Ehre“, so Nolte. Er hoffe, dass der Sächsische Hansebund touristisch Erfolg habe, aber auch die Zusammenarbeit der Städte in kommunalpolitischen Fragen stärke. Finanziell beteiligen könne sich Duderstadt aber nicht, sagte Nolte mit Verweis auf die leere Stadtkasse.

Laut Statut soll der Sächsische Hansebund das Traditionsbewusstsein der Städte fördern, eine Plattform zur Selbstdarstellung der Städte bieten und diese kulturell, touristisch und wirtschaftlich vernetzen. Als wesentliche Aufgabe ist zudem die Ausrichtung eines Sächsischen Hansetages festgeschrieben, um dessen Austragung sich die Mitgliedsstätte bewerben können.

Halle blickt jedoch zunächst auf den internationalen Hansetag. Die Stadt bewirbt sich als Ausrichter im Jahr 2019 – und hofft bei der Organisation des Großereignisses mit mehreren hunderttausend Besuchern auf Unterstützung seiner regionalen Partner. So weit denkt Duderstadts Bürgermeister Nolte noch nicht. Er versprach lediglich einen Antrittsbesuch in Halle im ersten Halbjahr 2013.

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