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Varianten in der Haltung eines Bienenvolkes

Imkern in Duderstadt Varianten in der Haltung eines Bienenvolkes

Mehrere 100.000 Bienen besitzt Hobbyimker Markus Freckmann aus Duderstadt, der Lehrer am Eichsfeld-Gymnasium ist. In seiner Gartenanlage hat er jetzt Imkerkollegen und Interessierten gezeigt, in welchen Behausungen Bienen bei ihm leben. Die Führung gehört zum Programm des Heimatvereins Goldene Mark Untereichsfeld.

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Der Hobbyimker erklärt den Interessierten das Schaukastenprinzip.

Quelle: ve

Duderstadt. Markus Freckmann, der dem Verein seit einem Jahr angehört, begrüßte die Gäste bei sich und führte sie durch seinen Garten. Doch bevor es soweit war, legte er erst einmal seine Imkerkleidung an. Diese sei weiß, damit die Bienen ihnen nicht mit einer Pflanze verwechselten. „Den Hut setzen Imker auf, damit das Gesicht beschattet wird, da Bienen immer ins Helle fliegen“, erklärte er. Als erste Bienenbehausung zeigte er einen Bienenkorb wie er überwiegend in der Lüneburger Heide verwendet wird. Der Korb aus Stroh ist komplett leer. „Wenn der Imker einen Schwarm fängt, dann schüttet er ihn da hinein“, berichtete er den Besuchern. Diese Art der Bienenhaltung sei zwar optisch schön, aber zur Honiggewinnung zumindest in unserer Gegend weniger geeignet. In der Lüneburger Heide hingegen, wo die Hauptertragszeit für Honig erst gegen Herbst sei, könne der Korb gut eingesetzt werden, da dann die darin enthaltenen Waben bereits fester seien und der Honig daher besser entnommen werden könnte. Der Schaukasten stelle eine weitere Variante der Haltung dar, hier habe der Imker die Gelegenheit ein Volk in seiner Entwicklung zu beobachten. Hier zeigte er auch, woran die Königin eines Volkes erkannt werden kann. „Die anderen Bienen machen ihr Platz und lassen sie durch, wenn sie kommt“, so Freckmann.

Der Duderstädter, der dem Imkerverein Duderstadt und somit auch dem Deutschen Imkerbund angehört, besitzt aber auch Behausungen, die von anderen Organisationen als besonders geeignet angesehen werden. „Sie nehmen eine Holzkiste, die im Grundsatz ähnlich zum Strohkorb ist. In dieser können die Bienen ihre Waben selbst bauen“, erläuterte er. Er habe in seine Holzkisten Wachsstreifen eingebracht, um dem Volk eine Orientierung für den Bau der Waben zu geben. Ein Vorteil dieser Methode sei, dass nur wenig Material benötigt werde um die Tiere zu halten. „Allerdings ist der Honigertrag bei dieser Haltung auch nicht sehr hoch“, gab er seine bisherigen Erfahrungen mit der Kiste weiter. Eine ertragreiche Honigernte sei mit der Haltung in sogenannten Magazinbauten möglich. Hierbei handelt es sich um Kisten, in denen Rahmen eingesteckt werden, die einfach wieder herausnehmbar und bearbeitbar sind. Diese können entweder frei oder in einem Bienenhaus stehen. Er selbst besitzt sechs Beuten mit denen er erntet. Diese stehen im Bienenhaus, dass seit Großvater in den 60iger Jahren gebaut hat. Eine weitere Haltungsvariante, Dadant-Beuten, stellte Freckmanns Imkerkollge Heinz-Adolf Schwedhelm aus Rollshausen vor. Hier befindet sich unten ein Brutraum, wo die Königin bis zu 2000 Eier am Tag lege, und darüber werden Honigräume aufgesetzt. Diese sind ebenfalls mit Rahmen für die Honiggewinnung versehen.

Markus Freckmann zeigte den etwa 20 Interessierten im Anschluss an die Führung, wie Honig geschleudert wird. Außerdem betonte er, dass Bienen Heimat sind und mit unserer Kultur fest verbunden sein. „Dies müssen wir uns immer wieder vor Augen führen, gerade wenn es den Bienen nicht gut geht“, sprach er auch die derzeitige Situation an. ve

Von Vera Wölk

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