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Duderstädter Pfadfinder sammeln Bäume ein

Duderstadt Duderstädter Pfadfinder sammeln Bäume ein

Mehr als zwei Wochen schmückten Weihnachtsbäume die Wohnungen vieler Eichsfelder, am Sonnabend lagen die nadelnden Überbleibsel der Festzeit an Straßenrändern. Rund 50 Pfadfinder des Stammes St. Cyriakus sind am Sonnabend in Duderstadt ausgeschwärmt, um die Bäume einzusammeln.

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Pfadfinder sammeln traditionell die Tannenbäume in der Duderstädter Innenstadt ein, Anwohner können die Aufräumarbeiten mit einer kleinen Spende belohnen.

Quelle: Bänsch

Duderstadt. Unterstützt von 20 Müttern und Väter starteten sie am frühen Vormittag vom Pfarrheim aus zu ihrer Tour durch die Straßen. Ihr erstes Ziel waren Bereiche außerhalb des Stadtwalls, nach einer Mittagspause zogen sie durch die Duderstädter Innenstadt. Vor vielen Häusern lagen die ausgemusterten Bäume, oft auf dem Bordstein, teilweise auch an Gebäude oder Zäune gelehnt.

Pfadfinder ziehen Tannen zu Sammelstellen

Im steten Wechsel schnappten sich die Pfadfinder eine Tanne und zogen sie zu den zentralen Sammelstellen. Die Teams stapelten die nadeligen Weihnachtssymbole und hievten sie später auf die Hänger von Treckern. „Ich habe mir extra Handschuhe angezogen, aber es hat trotzdem manchmal gepiekt“, erzählte der elfjährige Jason aus Duderstadt. Mitunter halfen die Pfadfinder auch beim Abtransport der Bäume aus den Wohnungen. Teilweise hätten noch Kugeln an den Bäumen gehangen, berichteten Teilnehmer der Aktion.

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Duderstädter Pfadfinder sammeln Weihnachtsbäume ein

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„Viele Leute warten schon auf uns“, schilderte Matthias Kellner vom Vorstand des Pfadfinderstammes St. Cyriakus der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg seine Erfahrungen. Die Zahl der Bäume werde weniger. In immer mehr Wohnungen stünden stattdessen künstliche Bäume, teilweise werde sich auf wenige Zweige beschränkt, berichtete Kellner, nach dessen Worten die Aktion vor rund 40 Jahren ins Leben gerufen wurde.

Die Kinder und Jugendlichen sammelten nicht nur Bäume ein, sondern auch freiwillige Geldspenden. „Wir bekommen auch etwas von Leuten, die keinen Baum haben“, sagte Kellner. Die Teilnehmer hätten an jeder Tür geklingelt, alleinstehende Menschen sich über die Abwechslung gefreut. „Die Leute finden es cool, dass wird das machen“, beschrieb der neunjährige Joris aus Duderstadt seinen Eindruck. Senioren würden oft lächeln, wenn sie klingelten und vor der Tür stünden, bestätigte er den Eindruck des Pfadfindervorstands.

„Die meisten Leute waren sehr, sehr nett und haben mehr als ein Euro gegeben“, berichtete der zehnjährige Gero aus Mingerode. Andere Pfadfinder erzählten von Spenden bis zu zwanzig Euro.

Das eingesammelte Geld solle für das Sommerzeltlager der Pfadfinder verwendet werden, kündigte Vorstand Kellner an. Es würden unter anderem neue Zelte und Ausstattungsteile für die Küche beschafft sowie Fahrten unterstützt.

Die ausgedienten Weihnachtsbäume werden zunächst auf einem Grundstück in Duderstadt zwischengelagert. Beim nächsten großen Fest kommen sie dann noch einmal zu Ehren. Dann aber zum letzten Mal: Beim Osterfeuer der Pfadfinder am Regenrückhaltebecken zwischen Duderstadt und Ecklingerode werden sie verbrannt.

Auch Jugendfeuerwehr ist unterwegs

Am Wochenende nach dem Dreikönigstag werden nicht nur in Duderstadt, sondern traditionell auch in vielen anderen Orten die Weihnachtsbäume abgeholt. Außer Pfadfindern sind weitere Gruppen unterwegs gewesen.

17 Mitglieder der örtlichen Jugendfeuerwehr haben die ausgedienten Weihnachtsbäume eingesammelt. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren klingelten wie in Duderstadt an allen Haustüren, um nach den Bäumen zu fragen und sie zum Krebecker Sammelplatz zu transportieren. „Eine Spende ist willkommen“, sagte der Jugendausschussvorsitzende Noam von Zwehl. „Wir nehmen den Baum aber natürlich auch ohne Spende mit“, ergänzte sein Stellvertreter Aaron Heine.

Jugendfeuerwehr sammelt Weihnachtsbäume in Krebeck ein 

Jugendfeuerwehr sammelt Weihnachtsbäume in Krebeck ein. 

Quelle: r

Jugendfeuerwehrwart Matthias Rudolph freute sich über die Vielzahl der Spenden. „Damit werden wir auch in diesem Jahr einiges an Veranstaltungen bieten können.“ Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung steht auch die allgemeine Jungendarbeit auf dem Dienstplan. Ob zum gemeinsamen Bowlen, dem Besuch in der Schwimmhalle oder für das Ferien-Zeltlager. „Für all so etwas brauchen wir immer finanziellen Spielraum, der uns durch solche Aktionen wie die Abholung der Weihnachtsbäume ermöglicht wird“, betonte Rudolph.

Auch in Heiligenstadt zogen Mitglieder der Jugendfeuerwehr in Kleingruppen zusammen mit ihren Betreuern von Straße zu Straße und von Tür zu Tür. Mit zwei Lkw und einem Kleintransporter waren zudem acht Helfer aus der Einsatzabteilung unterwegs. Zusammen mit drei Kameraden und einem Lkw des Technischen Hilfswerks sammelten sie die Bäume ein und schafften sie auf das städtische Gelände in der Flinsberger Straße. Dort werden sie wieder am Ostersonntag Nahrung für das traditionelle Osterfeuer sein.

Für diesen kostenfreien Abholservice waren die Heiligenstädter sehr dankbar und zeigten sich oft mit einer kleinen Spende erkenntlich, berichtet Johannes Lurch. Der Erlös komme wie immer der Jugendarbeit im kommenden Jahr zu Gute. „Dazu zählt zum einen das Beschaffen von Equipment wie Feldbetten, Zelte, Spiele und Ausbildungsmaterialien. Aber auch die vielen Aktivitäten und Ausflüge können so zum Teil finanziert werden“, erklärt Lurch. Die insgesamt 45 Kinder, Jugendliche und Helfer der Feuerwehr waren bis in den frühen Nachmittag hinein unterwegs und sammelten in dieser Zeit mehrere hundert Bäume ein.

Von Axel Artmann

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