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Duderstädter Yannik Kellmann schildert Eindrücke aus Rumänien

Austausch Duderstädter Yannik Kellmann schildert Eindrücke aus Rumänien

Yannik Kellmann, Zehntklässler des Eichsfeld-Gymnasiums (EGD), ist für ein halbes Jahr in Rumänien. Der Kontakt vom EGD zum Colegiul National Ion Minulescu, einer Schule in Slatina, ist nach dem Jugend-Symposium der Peter-Maffay-Stiftung entstanden. Claudia Nachtwey hat mit dem Duderstädter gesprochen.

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Einer der ersten: Im Rahmen der neu entstandenen Schulpartnerschaft bleibt Yannik Kellmann sechs Monate in Slatina.

Quelle: EF

Duderstadt. Was war für dich der Grund, so lange nach Rumänien zu gehen?
Am entscheidendsten war für mich die Warmherzigkeit und Gastfreundlichkeit der Rumänen beim Symposium, mich ohne Weiteres in ihre Gruppe aufzunehmen, wobei sie mich ja überhaupt nicht kannten. Den eigentlichen Entschluss habe ich dann nach dem Besuch unserer Partnerschule letzten November gefasst, als wir von der Offenheit und dem Interesse der Rumänen dermaßen überrascht waren.

Wo befindest du dich?
Unsere Partnerschule liegt in der Stadt Slatina, im Kreis Olt, im Süden des Landes, genauer in der Walachei. Von der Hauptstadt Bukarest braucht man knappe zwei Stunden mit dem Auto. Fährt man in nördlicher Richtung, erreicht man schon nach kurzer Ziet die Ausläufer der Karpaten, und damit das Gebiet des deutschen Einflusses in Rumänien.

Hattest du schon vor dem Symposium Interesse an Rumänien?
Ich habe mich generell schon immer für die osteuropäischen Kulturen interessiert, allerdings nicht für Rumänien im Speziellen.

Was ist anders als in Deutschland, was nicht?
Besonders überrascht war ich von dem Respekt, mit dem die Schüler hier ihren Lehrern begegnen. Die Schule nimmt hier im Leben eines Jugendlichen einen viel höheren Stellenwert ein als in Deutschland. So nehmen zum Beispiel alle Schüler in meiner Klasse Privatunterricht, um noch besser zu werden. Auch der Alltag läuft hier ganz anders ab. Die Menschen gehen viel warmherziger miteinander um. Hier, in einer Stadt mit 80 000 Einwohnern, treffe ich mehr Leute auf der Straße, die mit mir ein Gespräch anfangen, als in Duderstadt mit nur 10 000 Einwohnern, von denen man wahrscheinlich auch noch jeden dritten kennt. Die Menschen legen hier nicht so viel Wert auf Geld, sondern viel mehr darauf, anderen eine Freude zu machen und Spaß am Leben zu haben. Mich hat überrascht, dass die Jugendlichen hier auf dem gleichen technischen Stand sind wie in Deutschland.

Hattest du bestimmte Erwartungen und wurden die erfüllt?
Ich wollte an den Herausforderungen wachsen. Ich war mir bewusst, dass hier nicht alles so entwickelt sein würde wie in Deutschland, doch ich habe mir gesagt, wenn die Leute hier mit den Standards zurechtkommen, dann schaffe ich das auch.

Welche Sprache sprecht ihr untereinander?
Die Hauptkommunikation ist  auf englisch, und ich hatte das Glück, in eine Familie zu kommen, in der alle diese Sprache beherrschen. Oftmals versuchen wir uns aber auch auf deutsch zu verständigen, da die Kinder es in der Schule lernen. Rumänisch kommt immer mehr dazu, aber diese Sprache ohne Vorkenntnisse im Alltag zu lernen, ist doch schwieriger als ich dachte.

Fällt es dir leicht, in Rumänien  Fuß zu fassen?
Ich vermisse zwar meine Freunde und meine Familie in Deutschland, mit denen ich aber über FaceTime und Co. in Kontakt stehe. Dennoch fiel es mir erstaunlich leicht, hier Fuß zu fassen.

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Neue Kontakte

Zum Austausch nach Rumänien? Verdutzte Schüler des Eichsfeld-Gymnasiums (EGD) stellen sich zurzeit diese Frage. Das osteuropäische Land mit einem Stück Schwarzmeerküste ist den meisten Jugendlichen bestenfalls als Heimat von Dracula bekannt, der in der rumänischen Region Transsilvanien gelebt haben soll.

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