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Durch mehr Organspenden Leben retten

Informationsaktion Durch mehr Organspenden Leben retten

Erfreulich viele Menschen halten die Organspende für eine positive und erstrebenswerte Angelegenheit, bedauerlich wenige Menschen tragen aber einen Organspenderausweis bei sich. Tatsächlich könnten täglich Menschenleben gerettet werden, wären mehr Bürger bereit, ihre prinzipielle Zustimmung zur Organspende durch das Ausfüllen und bei sich Tragen eines Organspenderausweises ganz real umzusetzen.

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Vorsorge: Gemeinsame Werbeaktion für größere Organspende-Bereitschaft.

Quelle: Blank

Dafür wollen nun das Krankenhaus St. Martini, das Transplantationszentrum der Universität Göttingen und die Sparkasse Duderstadt in einer gemeinschaftlichen Aktion werben. Wie Sparkassen-Vorstand Hermann Vorwald im Rahmen einer Pressekonferenz darlegte, sollen in allen elf Filialen der Sparkasse ab sofort Informationsschriften zum Thema Transplantation und Organspende sowie entsprechende Ausweisformulare ausgelegt werden. Ebenso sind Gespräche mit Kunden zu diesem Thema geplant. Seitens des Krankenhauses ist daran gedacht, in medizinischen Vorträgen über den Stand der Transplantationstechnik und die heutzutage sehr guten Chancen der Heilung versorgter Menschen zu informieren.

An Aufklärung ist aber noch viel zu tun, wie der Ärztliche Direktor des St. Martini-Krankenhauses, Wolfgang Hahm, und der Transplantationskoordinator der Universität Göttingen, Ralf Werner, unterstrichen. Hahm: „Auf der Warteliste für eine Transplantation stehen derzeit in Deutschland rund 12 000 Patienten, das entspricht in etwa der Kernstadt von Duderstadt. Täglich werden etwa elf Organtransplantationen durchgeführt, aber täglich sterben auch drei Patienten, für die rechtzeitig kein Organ zur Verfügung gestellt werden konnte.“

Da die Situation für die Angehörigen eines potentiellen Organspenders häufig dramatisch, schmerzvoll, von Trauer geprägt und verwirrend ist, wird oftmals von Angehörigen eines Hirntoten die Organentnahme verweigert. Hahm: „Um so wichtiger ist es auch hier Vorsorge zu treffen und in ruhigen Zeiten eine abgewogene Entscheidung für sich selbst zu finden.“ Entsprechende Entscheidungen sollten auch in den Patientenverfügungen schriftlich dokumentiert werden.

Wer sich entschließt, potentieller Organspender (oder vielleicht auch Empfänger) zu sein, der findet entsprechende Organspenderausweis-Formulare bei der Sparkasse und im Krankenhaus.

Von Sebastian Rübbert

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