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Ehemaliger Kindergarten zum Abriss freigegeben

Stadtrat ändert Bebauungsplan Ehemaliger Kindergarten zum Abriss freigegeben

Ein Ort voller Kindheitserinnerungen ist reif für die Abrissbirne: Eine Planänderung hat den Weg dafür geebnet, dass der ehemalige Kindergarten im Duderstädter Bergdorf Brochthausen einer neuen Bebauung für Wohnzwecke weichen kann.

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Bauruine: Seit 2005 ist der ehemalige Kindergarten in Brochthausen geschlossen, jetzt sollen hier Wohnhäuser entstehen.

Quelle: Hellmold

Im Sommer 2005 haben sich die Kinder und Erzieherinnen in Brochthausen von ihrem idyllisch in einem Waldkessel am Ortsrand gelegenen Kindergarten verabschiedet. Die Duderstädter Bergdörfer bekamen damals die ersten Konsequenzen der demografischen Entwicklung zu spüren und mussten enger zusammenrücken. Wie auch der Kindergarten in Hilkerode wurde die Einrichtung in Brochthausen geschlossen, für die Brochthäuser Kinder ein Bustransfer zum erweiterten Kindergarten in Fuhrbach eingerichtet.

Seitdem versucht die Stadt, das 1959 errichtete sanierungsbedürftige Gebäude am Brochthäuser Panzerweg mit 670 Quadratmetern Nutzfläche und großem Grundstück zu veräußern – bislang ohne Erfolg. Inzwischen interessiert sich jedoch ein junges Ehepaar aus dem Ort für das Objekt, will es voraussichtlich abreißen und durch neuen Wohnraum ersetzen. Die Voraussetzung dafür ist jetzt in Bauausschuss und Stadtrat mit einer Änderung des seit 1967 bestehenden Bebauungsplanes „Helle Kuhle“, der das Gebiet als Fläche für Gemeinbedarf ausweist, geschaffen worden. Bereits in den 70er-Jahren hatte es einen Anlauf gegeben, die Festsetzung auf den Kindergarten zu reduzieren und den Bau von drei Wohnhäusern zu ermöglichen.

Die jetzt beschlossene Änderung stelle eine Folgenutzung für das leerstehende Kindergartengebäude planungsrechtlich auf sichere Füße, sagt Rudolf Wengerek von der Stadtverwaltung. Neben Ausweisung einer Teilfläche als allgemeines Wohngebiet soll die sich anschließende Grünfläche mit Waldrandcharakter, die überwiegend in städtischem Eigentum ist, erhalten bleiben. Die Nähe des Plangebietes zum Wald und zur Schießsportanlage am Panzerweg soll in dem Änderungsverfahren berücksichtigt werden.

„Die Entscheidung über das zur Bauruine gewordene Kindergarten-Relikt ist ganz im Sinne des Ortsrates und der Einwohner“, sagt Brochthausens Ortsbürgermeister Lothar Koch (CDU) und hofft auf Ansiedlung junger Familien: „Wir gehen von einem Wohnhaus aus. Wenn es zwei werden, haben wir auch nichts dagegen.“ Die Kaufinteressenten würden auch die Kosten für den Abriss des Kindergartens übernehmen. Der war im städtischen Etat mit rund 80 000 Euro veranschlagt. Dafür, so Koch, hätten die Käufer den Vorteil eines bereits erschlossenen Baugebietes.

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