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Mehr als 70 Krippen in Mingerode zu sehen

Stallszene spielt in ausgehöhltem Kürbis Mehr als 70 Krippen in Mingerode zu sehen

Mehr als 70 fantasievoll gestaltete Krippen aus aller Welt zeigt das Ehepaar Hiltrud und Alois Deppe in einem überdachten Hof, der an ihr Wohnhaus in Mingerode angrenzt. Betrachter sehen, wie auf verschiedenen Kontinenten die nächtliche Szene im Stall dargestellt wird.

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Hiltrud und Alois Deppe zeigen ihre private Krippensammlung.

Quelle: Bänsch

Mingerode. „Mit zehn Jahren hat mir eine Tante aus der DDR die ersten Figuren mitgebracht“, sagt Hiltrud Deppe. Ihre Leidenschaft für Krippen sei damit geweckt gewesen. „Für einen gläubigen Christen ist Weihnachten das Größte“, beschreibt die Mingeröderin einen wichtigen Aspekt, warum das Thema sie auch 66 Jahre später noch begeistert.

Klassische und außergewöhnliche Varianten

Die Sammlung setze sich zusammen aus Geschenken und teils gekauften, teils selber gestalteten oder zumindest eigenhändig dekorierten Exponaten. Neben eher klassischen Varianten gehört zu den außergewöhnlichen Ausstellungsstücken eine russische Krippe mit Babuschka-Puppen in Eierform. Sie verdeutlichen die Lebensgeschichte Jesu von der Geburt bis zur Kreuzigung.

Neu sei eine von Ureinwohnern in Namibia gestaltete Krippe, die ein befreundetes Paar aus dem afrikanischen Land mitgebracht habe. Die Szene am Stall spielt dort in einem ausgehöhlten Kürbis, der sich auch schließen lässt. Die Tiere sind aus zusammengewickelten Gräsern und Blättern gefertigt.

Davor steht eine Krippe aus Burkina Faso. Die Figuren sind gegossen, das Jesuskind liegt vor einer Hütte in landestypischer Form. Farbenfroh gekleidet sind die Teilnehmer der Stall-Szene in einer Krippe aus Mexiko, ganz aus Pappe ist eine andere Variante aus Neuseeland gestaltet. Ein aus Olivenholz geschnitztes Kamel blickt an anderer Stelle auf eine aufklappbare Krippe aus Peru.

Überraschend auch der Anblick einer bayrischen Krippe: Maria trägt ein Dirndl und Josef eine Lederhose. Bei einer anderen Darstellung sieht der Betrachter kleine Krippenfiguren, die es vor 50 Jahren beim Kauf von Margarine gab.

Unterstützt wird die Mingeröderin von ihrem Mann Alois, der gelernter Maler und Stuckateur ist. Fehlt ein Stall oder ein anderes Accessoire, schreinert er es. Wert legt er darauf, die Umgebung dem Stil der Figuren anzupassen. „Holz ist für mich ein Werkstück, mit dem ich mich den ganzen Tag beschäftigen kann“, meint der gebürtige Breitenberger. Neben Krippengehäusen zeigen dies auch Schwippbögen, Sterne oder aus Rinden gestaltete Weihnachtsbäume, Weihnachtspyramiden, Adventskränze aus Holz und einiges mehr.

Für die diesjährige Präsentation hat er eine Krippe mit Tannen aus Holz und rustikalen Engeln gestaltet. „Ich habe schon nach dem vergangenen Weihnachtsfest damit angefangen“, erzählt Deppe. „Wie ich Zeit hatte, bin ich drangegangen“, beschreibt er seine Vorgehensweise. „Ich muss was zu tun haben“, berichtet er und fügt hinzu: „Wir fahren nie in Urlaub.“ Ein Hobby seiner Frau ist das Anfertigen von Porzellanpuppen, deren Kleidung sie ebenfalls gestaltet. Auch hierfür sind Beispiele in der Ausstellung zu sehen.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue schön“, meint die 76-jährige Besucherin Renate Deppe aus Mingerode. „Das gehört für mich in der Vorweihnachtszeit dazu, einmal herzukommen“.

Besucht werden kann die Ausstellung bei Familie Deppe in Mingerode, Hildesheimer Straße 33, bis zum 1. Januar mit Ausnahme von Heiligabend jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Von Axel Artmann

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