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Eichsfeld: Polizei kontrolliert Autos vor Kindertagesstätten

Bußgelder Eichsfeld: Polizei kontrolliert Autos vor Kindertagesstätten

Die Zahlen sind alarmierend: Bei Kontrollen vor Kindertagesstätten am gestrigen Dienstag stellte die Polizei fest, dass rund ein Viertel der Eltern ihre Kinder im Auto nicht ausreichend oder gar nicht gesichert hatten.

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Quelle: Polizei

Eichsfeld. Elf Beamte der Göttinger Bereitschaftspolizei unter Leitung von Andy Menzel waren zu den Kindergärten in Nesselröden, Rhumspringe und Gerblingerode ausgeschwärmt, um dort von 7.30 bis 9 Uhr den Bringverkehr unter die Lupe zu nehmen. 60 Fahrzeuge wurden kontrolliert, 13 mündliche Verwarnungen wegen mangelnder Kindersicherung ausgesprochen.

Eigentlich wollten es die Beamten auch beim erhobenen Zeigefinger belassen, kamen in einem weiteren Fall aber nicht um eine Ordnungswidrigkeitsanzeige herum, da weder ein Kindersitz vorhanden noch das Kind angeschnallt war.

Erschreckt ist Hermann Niesen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes beim Duderstädter Polizeikommissariat,  nicht nur über die Leichtsinn und Verantwortungslosigkeit widerspiegelnde hohe Zahl an Verstößen, sondern auch über die mangelnde Einsicht vieler Eltern.

„Besser ein Gurt als gar nicht gesichert“, „Das ist doch nur ein kleines Stück zu fahren“ oder „Der Sitz ist im anderen Auto“, gehörten zu den Standardausreden.

Jedes vierte Kind nicht gesichert

Die Gefahr für das Kind werde schöngeredet, moniert Niesen. Kein Verständnis hat er auch für Eltern, die das eigene Kind sichern, mangels eines zweiten Kindersitzes aber nicht das mitgenommene Nachbarskind.

„Eine einfache Sitzschale oder ein Sitzpolster reichen im Kindergartenalter nicht aus“, betont der Beamte. Der Gurt führe dann nicht über das Becken und am Hals vorbei: „Bei einem Unfall oder einer Vollbremsung ist die Gefahr groß, dass das Kind stranguliert oder der Kehlkopf eingedrückt wird.“

Stand bei den gestrigen Kontrollen noch die Prävention im Vordergrund, will die Polizei am heutigen Mittwoch zu repressiven Mitteln greifen. Beamte aus Duderstadt wollen erneut eine Kontrolle zur Kindersicherung durchführen – und zwar gezielt vor dem Kindergarten in Nesselröden, wo gestern die meisten Verstöße registriert wurden. „Und dann wird auch der Stift gezückt und Anzeige erstattet“, warnt Neisen.

Bei den gestrigen Kontrollen ging es aber nicht nur um die Sicherheit von Kindern in Fahrzeugen. Von 11 bis 12 Uhr spürten die Göttinger Beamten im Raum Gieboldehausen Gurtmuffel und Handy-Telefonierer am Steuer auf und ahndeten einen Verstoß gegen das Überholverbot. Auch ein halbes Dutzend Beamter aus Duderstadt war im Einsatz.

Überraschendes Ergebnis

Unter Leitung von Peter Kleinschmidt führten sie von 5 bis 13 Uhr an den Duderstädter Ein- und Ausfallstraßen Alkohol- und Drogenkontrollen durch. Vom Ergebnis ist Niesen positiv überrascht: Alle 96 Autofahrer, die nach Sichtung und Selektion durch eine Vorkontrolle die Kelle sahen,  waren sauber.

Bei ihnen wurden weder Alkohol noch Drogen festgestellt. Allerdings stellten die Ordnungshüter wie in Gieboldehausen auch in Duderstadt mehrere Verstöße gegen Überholverbote, die Anschnallpflicht und das Handy-Verbot am Steuer fest.

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Polizei-Aktion
Ängstlich beäugt: Polizeikommissar Julian Miehe freut sich über ein vorschriftsmäßig gesichertes Kind.

Einen Tag nach Verkehrskontrollen vor Kindertagesstätten im Eichsfeld hat die Polizei am Mittwoch am Kindergarten in Nesselröden erneut überprüft, ob Eltern ihre Kinder im Auto ordnungsgemäß gesichert hatten.

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