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Eichsfelder Pädagogen über Vorfall mit angeleintem Schüler Umfrage: Passanten zu Vorfall mit angeleintem Schüler

„Früher waren die Lehrer strenger“

Umfrage: Passanten zu Vorfall mit angeleintem Schüler

Altbekanntes Thema: Bereits Wilhelm Busch beschreibt die Probleme von Lehrer Lämpel mit den bösen Buben Max und Moritz.

Altbekanntes Thema: Bereits Wilhelm Busch beschreibt die Probleme von Lehrer Lämpel mit den bösen Buben Max und Moritz.

Seitdem bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen eine Lehrerin der Sophie-Scholl-Gesamtschule Wennigsen wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt, regt der Vorfall  kontroverse Diskussionen an. Der Pädagogin wird vorgeworfen, einen Schüler während eines

Bernd Brückner

Bernd Brückner

Klassenausflugs nach Gut Herbigshagen angeleint und der Klasse vorgeführt zu haben.

Ist diese erzieherische Maßnahme zeitgemäß oder verstößt sie gegen die Menschenwürde?

Tanja Dietrich

Tanja Dietrich

„Einen Schüler anzuleinen verstößt meiner Ansicht nach gegen die Menschenrechte – wobei ich auch einsehe, dass es Lehrkräfte heutzutage nicht immer leicht haben“, erklärte Bernd Brückner aus Westhausen. Der 52-Jährige sieht im Dialog zwischen Eltern und Lehrpersonal die Lösung: „Früher zogen Pädagogen und Eltern gemeinsam an einem Strang, es gab Nachmittagsbetreuung und ein volles Programm.“

Julia thiele

Julia thiele

Um Schüler zu disziplinieren, müssten durchdachtere Methoden angewandt werden, so Brückner.

David Gerlach

David Gerlach

Tanja Dietrich aus Duderstadt dachte ähnlich: „Es wäre eine sinnvollere Maßnahme, mehr in den Kontakt mit Eltern zu treten, statt Schüler bloß zu stellen.“ Dass ebenfalls bei schwierigen Fällen andere pädagogische Regelungen entwickelt werden müssen, denken auch Gertrud Julia Thiele und David Gerlach.

Die 70-Jährige erinnere sich zwar noch an Strafarbeiten und Stockschläge während ihrer Schulzeit, im 21.  Jahrhundert seien diese Strafen aber nicht mehr zeitgemäß, meinte die Duderstädterin. „In der Schule wurde ich nie schlecht behandelt und hab wohl immer Glück gehabt“, sagte hingegen der 23-jährige Gerlach .

Helmut Kuchta

Helmut Kuchta

Auch Helmut Kuchta aus Göttingen erinnert sich noch an eine andere Zeit: „Früher wurden wir mit dem Rohrstock geschlagen, während wir „Faulheit raus“ rufen mussten. Diese Methoden waren eindeutig strenger als heute.“ Dass eine Lehrerin ihren Schüler jedoch vor der Klasse bloß stellt, ist für den 83-Jährigen heute undenkbar:

„Die Lehrkräfte, das muss man auch mal sagen, haben keinen einfachen Job, und Verantwortung für eine ganze Gruppe zu übernehmen ist kein Kinderspiel.“

vhp

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Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt wegen eines Vorfalls auf Gut Herbigshagen. Im Natur-Erlebniszentrum der Heinz-Sielmann-Stiftung bei Duderstadt soll eine Lehrerin einen ihrer Schüler an die Leine gelegt und einen Gang entlang geführt haben.

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