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Einweihungsfeier für den Rüdershäuser Baumpark

Refugium Einweihungsfeier für den Rüdershäuser Baumpark

Eine Meise schlüpft in einen Nistkasten, im Gebüsch zwitschert eine Zaungrasmücke. Es riecht nach Rindenmulch und Bratwürsten, rund um die Schutzhütte herrscht Trubel, die Gitarrengruppe Rüdershausen spielt „Baum des Lebens“ aus Maffays Tabaluga-Musical.

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Weihwasser für Wacholder und Walnuss: Pfarrer Markus Grabowski segnet den Baumpark.

Quelle: Lüder

Rüdershausen. Unbeeindruckt von der Einweihungsfeier für den Rüdershäuser Baumpark am Verbindungsweg nach Hilkerode zeigt sich die Fauna. Und die Flora erstmals von ihrer grünen Seite. Denn das Gros der 100 Bäume und 250 Sträucher ist erst im Herbst vergangenen Jahres gepflanzt worden.

Für lichtere Biotope in dem Arboretum sorgen Kräuterrasen und Blumenwiesen, unterbrochen von Hecken und Benjeshecken. Pünktlich zur Einweihung am Freitagnachmittag lässt sich die Sonne blicken, die Gäste, Sponsoren und fachlichen Begleiter des Projektes sind begeistert.

Pfarrer Markus Grabowski spricht an der Seite seines evangelischen Kollegen Jens-Arne Edelmann von der Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung, Hartmut Bernd vom Landkreis Göttingen von einem eindrucksvollen Gemeinschaftsprojekt und den Herausforderungen, vor denen der ländliche Raum steht.

Bernd ist für das Leader-Programm der EU zuständig, aus dessen Topf auch der Baumpark bei Rüdershausen gefördert wird.

Rekultivierung der ehemaligen Müllkippe

Der Plan für die im Eichsfeld einzigartige Anlage ist vor rund drei Jahren gereift und stieß im Gemeinderat ebenso wie bei der Naturschutzbehörde auf fruchtbaren Boden. Buchstäblich den Boden für den botanischen Neustart geebnet hatte zuvor der Orkan Kyrill.

Er machte 2007 den Fichten den Garaus, die vor rund 30 Jahren zur Rekultivierung der ehemaligen Müllkippe in dem alten Hohlweg gepflanzt worden waren.

Jetzt wachsen dort in Gruppen Baumarten, die seit 1989 zum jeweiligen Baum des Jahres gekürt wurden – von Baumpaten durch Einzelexemplare wie Trauerulme oder Blutahorn ergänzt.

Der Wildapfel als Baum des Jahres 2013 wurde passenderweise von der Firma Holzapfel gestiftet. In einem Eichenhain gedeihen Zerr- und Flaumeichen neben Sumpfeichen und der ungarischen Eiche mit filigranem Blattwerk.

„Kleine Oase in der Wüste unseres Alltags“

Längs des 400 Meter langen Weges, der sich durch den Park schlängelt, wachsen Schwarzpappel, Bergahorn, Silberweide, Speierling, Hängebirke und viele weitere Arten, über die Infotafeln aufklären.

Rüdershausens Bürgermeisterin Annegret Lange (CDU) spricht von einer „alle Sinne ansprechenden kleinen Oase in der Wüste unseres Alltags“ und einem „grünen Klassenzimmer“.

Der Park sei ein wachsendes Projekt, das nie fertig werde. Die Anlage, deren höchster Punkt einen Panoramablick über die Rhumeaue auf den Harz bietet, soll sich ständig weiterentwickeln, ohne zum Wald zu werden.

Weitere Planungen

Blickachsen und Parkcharakter sollen erhalten bleiben, Bänke aufgestellt, Landschaftskunst ebenso integriert werden wie ein Findlingspark mit heimischen Gesteinen.

Geplant ist, den Weg im kommenden Jahr um weitere 300 Meter nach oben zu verlängern: Der zugewachsene alte Hohlweg, über den im Mittelalter die Menschen mit der Kiepe nach Duderstadt zogen, soll wieder begehbar gemacht werden.

Über eine Wiese, die Streuobstwiese werden soll, kann es dann im nächsten Schritt in den Wald zu den Rüdershäuser Fischteichen weitergehen, der Baumpfad so zu einem Rundweg werden. 

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Eröffnung
Rundgang der Baumpaten: Alle im Frühjahr eingesetzten Pflanzen gedeihen. Der alte Sportplatz ist nun wieder von Grün umgeben.

Ein neuer Baumpark am Sportplatz ist am gestrigen Freitag eröffnet worden. Auf einer Infotafel sind die Namen der Sponsoren und der von ihnen gepflanzten Baumarten auflistet.

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