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Eisenbahnclub lässt alte Bahnhöfe aufleben

Modell der Bahnstrecke Duderstadt Eisenbahnclub lässt alte Bahnhöfe aufleben

Nach 38 Jahren fährt endlich wieder ein Personenzug von Duderstadt nach Wulften – „zumindest im Modell“ verkündet Gerhard Hülfenhaus vom Eisenbahnclub Eichsfeld (ECE). Zum 32. Tag der Niedersachsen, 13. bis 15. Juli in Duderstadt hatten die Modelleisenbahner erstmals ihr Modell in Betrieb genommen und ausgestellt.

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Eisenbahnkenner: Gerhard Hülfenhaus mit dem Modell des Wulftener Bahnhofs, in der Hand ein Schienenbus VT 95.

Quelle: Walliser

Duderstadt. Vor allem zeigt das Modell die beiden Endbahnhöfe. Zum einen wäre da der Duderstädter Bahnhof, der als einziges Gebäude des Modells real noch steht, sowie diverse Nebengebäude, dann die aus Platzgründen im Modell gekürzte Fahrt-strecke und schließlich der Wulftener Bahnhof.

Als Vorlage für das Modell in H0 (Maßstab 1:87) haben sich die Eichsfelder Modellbauer Pläne aus der Zeit vor 1930 besorgt, um sicher zu gehen, vollständige Pläne zu verwenden.

Schon am Startpunkt Duderstadt, dessen originales in Hannover gefertigtes Bahnstreckenortsschild hinter dem Modell über zwei Meter lang an der Wand hängt, kann Hülfenhaus auf eine ganze Reihe bemerkenswerter Gebäude hinweisen. Zu ihnen gehört ein vor etwa einem halben Jahr abgerissenes Nebengebäude des Kornhauses Duderstadt. Zu sehen ist auch eine Gleis-Drehscheibe, wie sie normalerweise nur größere Bahnhöfe hatten. Duderstadt hatte jedoch eine, weil in Richtung Leinefelde zwei Loks benötigt wurden. Eine zog, eine schob. Da es dabei entscheidend war, wie herum sie ihren Job machten, musste man sie drehen können.

Nicht weit vom Bahnhof steht ein Häuschen an einer Schmalspurstrecke. Es ist der Startpunkt der früher noch existierenden Gartetalbahn nach Göttingen. Auch jener Lok-Schuppen, den die Modellbaufirma Faller 1986 bei den Eichsfeldern für ihre Serienfertigung übernommen hatte ist Teil des Modells. Der Schuppen unterscheidet sich baulich von den üblichen einfach rechteckigen Lok-Schuppen und wurde damals zum Verkaufsschlager bei Eisenbahnfreunden.

Da die ganze Strecke als Modell jeden Rahmen gesprengt hätte, verlaufen die Gleise nach Wulften durch eine beschauliche Phantasielandschaft, etwa mit liebevollen Details von der Schafherde, über den sich an einer Mülltonne verlustierenden Waschbären, bis hin zur ausgebüchsten Kuh unterwegs zum Bullen in der Nachbarweide. Eine originalgetreue Blechträgerbrücke führt schließlich stellvertretend für die tatsächlichen Brücken auf der Strecke nach Wulften ans Ziel, den Wulftener Bahnhof.

Der erste reale Personenzug war übrigens am 31. Oktober 1889 aus der Brehmestadt nach Wulften unterwegs, der letzte am 25. Mai 1974, der letzte Güterzug am 9. Januar 1995. Der Schienenbus nach Wulften bestand nicht nur aus einem Triebwagen, sondern hatte einen Wagon. Hülfenhaus zeigt anhand der Modellbahn das Tauschmanöver zwischen Triebwagen und Wagon.

Bis ins Detail haben die Eisenbahnfreunde die Gebäude nachgebildet. „Man kann nicht in den Laden gehen und etwa einfach den Bahnhof Wulften kriegen“, verdeutlicht Hülfenhaus den Modellbauaufwand. Etwa 100 Arbeitsstunden steckten in jedem einzelnen Modell. Während einige Teile des Modells aus veralteten Materialien bestehen, sind andere auf dem neuesten Stand.  Hülfenhaus: „Wir sind dabei, die alten Bestandteile zu erneuern.“

Von Matthias Moneke

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