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Eltern drängen auf Umzug aus Kellerraum

Kinder-Betreuung in Obernfeld Eltern drängen auf Umzug aus Kellerraum

Die Mühlen der Bürokratie mahlen bekanntlich langsam. Für die Eltern und Kinder, die seit zwei Jahren auf neue Betreuungsräume für die Obernfelder Grundschule warten, zu langsam. Eigentlich sollte die an die Schule angrenzende und seit Jahren leerstehende ehemalige Lehrerwohnung bereits Anfang vergangenen Jahres für die Betreuung der Kinder umgebaut werden.

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Elterneinsatz für Obernfelder Schule: Fördervereinsmitglied Markus Schneegans schleift Türen.

Quelle: Lüder/EF

Obernfeld . Inzwischen hat der Förderverein der Schule die Räume mit Unterstützung von Eltern und Sponsoren in Eigenregie renoviert. Genutzt werden können sie immer noch nicht, da der vom Brandschutz geforderte Durchbruch zur Schule als zweiter Rettungsweg nach wie vor aussteht.
Als Provisorium wird für die Betreuung, die derzeit von 12 bis 13 Uhr erfolgt und bei Bedarf erweitert werden soll, der Keller der Schule genutzt.

Und das stinkt den Eltern – buchstäblich und im übertragenen Sinne. Offenbar sehe die Samtgemeinde als Schulträger keine Dringlichkeit, die Kinder „aus dem stickigen, nach Moder riechenden Keller in normale, helle Schulräume zu bringen“, beklagt Fördervereinsvorsitzende Julia Graimann. Beim Schulfest seien die Eltern schockiert gewesen, wo ihre Kinder untergebracht seien. „Der Raum, der für die Mittagsbetreuung und zum Werkunterricht genutzt wird, ist unzumutbar“, meint auch Tina Hofmann, deren Kinder die Schule besuchen: „Der dunkle Raum mit geringer Deckenhöhe ist mit alten Teppichen vom Sperrmüll ausgestattet und bestimmt gesundheitsgefährdend, so stockig, wie es dort riecht.“

Samtgemeinde werde Fluchtweg-Umbau übernehmen

Im vergangenen Jahr seien Schule und Förderverein wegen gerade mal 18 000 Euro veranschlagter Kosten auf 2012 vertröstet worden, dann Monat für Monat wegen des noch nicht freigegebenen Etats, moniert Graimann. Auch aus der im Juli erfolgten Aussage, die Samtgemeinde werde den Fluchtweg-Umbau übernehmen und die Kinder könnten nach den Herbstferien die neuen Räume beziehen, sei nichts geworden.

Inzwischen ist jedoch Bewegung in die Sache gekommen. „Die Arbeiten sind ausgeschrieben, wir müssen nur noch auf die Baugenehmigung des Landkreises warten“, teilt Klaus-Dieter Grobecker vom Bauamt der Samtgemeinde mit. Geld für den Durchbruch sei im Etat eingeplant, die Widrigkeiten bekannt gewesen, bestätigt Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU). Eigentlich hätte das Projekt früher umgesetzt werden sollen, sagt Dornieden und begründet die Verzögerung mit baulichen Problemen mit dem vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg.

Wegen des Höhenunterschiedes zwischen den Nachbargebäuden sei zunächst ein Durchbruch in der Schultoilette angedacht gewesen, bei einer Begehung mit dem Brandschutzbeauftragten nach Alternativen gesucht worden. Jetzt solle in einem Klassenraum über ein Podest ein Durchgang geschaffen werden. Verschiedene Varianten seien von Anfang an im Gespräch gewesen, meint hingegen Graimann –  und fürchtet, dass die neuen Räume erst im neuen Schuljahr genutzt werden könnten.

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