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Erste Biogasanlage in Katlenburg-Lindau geplant

Energie für 5000 Haushalte Erste Biogasanlage in Katlenburg-Lindau geplant

Auch im Raum Katlenburg-Lindau sehen viele Landwirte wirtschaftliche Perspektiven in der Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen. Über 40 Berufskollegen, unter ihnen Landwirte aus dem angrenzenden Landkreis Göttingen, wollen eine Biogasanlage errichten lassen und mit Partnerunternehmen betreiben.

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Blick vom Rotenberg in Richtung Lindau: Zwischen Wulften (rechts) und Bilshausen könnte der Standort der Anlage sein.

Quelle: Thiele

Rund zehn Millionen Euro sollen in die Anlage investiert werden, wie bei der Vorstellung des Projekts am Montag in der Gemeindeverwaltung in Katlenburg bekannt wurde. Unter dem Dach einer GmbH & Co. KG tritt die Biokraft Hardegsen GmbH als Projektsteuerer auf. Gesellschafter sind der Kreisbauernverband Landvolk Northeim-Osterode sowie der Maschinenring Leinetal. In Minderheit ist das Unternehmen E.on Wärme GmbH beteiligt, das den Part der Gasaufbereitung und die Vermarktung ins vorhandene Erdgasnetz übernehmen soll.

Analog zu einer Biogasanlage in Hardegsen ist die Anlage in Katlenburg-Lindau bei einem Bedarf von rund 50 000 Tonnen Rohmaterial auf eine Erzeugung von 8,6 Millionen Kubikmetern Biogas ausgelegt. Es soll bedarfsgerechte Energie für etwas 5000 Haushalte liefern. In Betrieb soll die Anlage im Sommer kommenden Jahres gehen.

Über den Standort muss noch entschieden werden. Geeignet ist nach Angaben der Planer eine Fläche östlich von Lindau an der Gemeindegrenze zu Wulften und Bilshausen, wo mit den Jacobi-Tonwerken möglicherweise ein Abnehmer von anfallender Wärme in Frage käme. Als weitere Standorte wurden Bereiche neben der Bundesstraße 247 zwischen Katlenburg und Lindau sowie nördlich von Lindau am Albrechtshäuser Wegs genannt.

Rund 800 Hektar Fläche für den Anbau von Energiepflanzen sind erforderlich, wie Projektleiterin Sarah Gehring erläuterte. Zu einer Vermaisung der Landschaft werde es nicht kommen, versicherte Andreas Hamann vom Maschinenring Leinetal. Denn auch Zuckerrüben und Getreidearten sollten für die Ganzpflanzensilage verwendet werden.

Siegfried Sander, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Landvolk Osterode-Northeim, wies in Katlenburg darauf hin, dass über die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe sowie auch Anteilsmöglichkeiten von normalen Bürgern die Wertschöpfung in der Region bliebe. Uwe Ahrens, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Katlenburg Lindau, stellte mit Blick auf die Atom-Katastrophe in Japan die Notwendigkeit regenerativer Energie heraus.

Gerhard Rudolph, Geschäftsführer des Landvolks Northeim-Osterode, erläuterte gegenüber dem Tageblatt, dass neben der Biogasanlage in der Gemeinde Katlenburg-Lindau eine weitere Anlage im Geschäftsbereich geplant sei – ebenfalls in Nachbarschaft zum Untereichsfeld. Im Landkreis Osterode, in der Gemarkung Herzberg/Pöhlde, solle diese Anlage gebaut werden.

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