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Erste Damwildfütterung des Jahres auf Gut Herbigshagen

Wild, Wind und Wissen Erste Damwildfütterung des Jahres auf Gut Herbigshagen

Gummistiefel und Windjacken waren am vergangenen Freitag die passende Bekleidung für Teilnehmer an der ersten Damwildfütterung des Jahres auf Gut Herbigshagen. Sie war zugleich Auftakt für die dauerhafte Öffnung des Damwildgatters für Besucher.

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Gatter jetzt für Besucher begehbar: Ein Teil des Damwildrudels auf Gut Herbigshagen läuft bei der Fütterung mit hohem Tempo über die Wiese.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Interessierte können ab sofort nicht nur Damhirsch und Damtier von einer Aussichtsplattform beobachten, sondern auch das Gehege betreten und sich dem Wild nähern.

Mehr als 60 Teilnehmer aller Altersgruppen hatten sich am Gatter versammelt. „Wir sind froh, dass so viele Leute gekommen sind, es ist schön bunt gemischt“, stellte Rómulo Aramayo Schenk vom Bereich Umweltbildung der Heinz-Sielmann-Stiftung fest.

Vor dem Betreten des Geheges erfolgte eine kurze Belehrung durch Schenk: Das Verhalten der Besucher sei wichtig, da die Tiere dies sofort registrierten und darauf reagierten. Der Umweltbiologe riet zu einer sachten und vorsichtigen Annäherung. „Das Fressen macht unsere Anwesenheit für die Tiere interessant“, so Schenk.

Großes Staunen

Nachdem alle das Gatter passiert und sich aus der Schubkarre eine handvoll Rosskastanien genommen hatten, machten sich Kinder und Erwachsene bei starken Windböen auf die Suche nach den Tieren.

Ein langsames Anpirschen, wie Schenk geraten hatte, war den kleinsten Besuchern nicht möglich. Nachdem das Rudel Wild entdeckt war, liefen sie schnurstracks durch den Matsch in den Wald. Das Erstaunen der Kinder war groß, als die Tiere mit hohem Tempo an ihnen vorbeiliefen.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, dem Wild Futter anzubieten, riet Schenk zu einer kurzen Pause, die er mit wildbiologischem Wissen füllte. Auch die Frage, ob das Damwild heimisch sei, wurde geklärt.

Damwildfütterung der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen. © Schauenberg

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„Die Gatterhaltung wurde bereits von den Römer eingeführt und unsere Vorfahren haben sich schon erfolgreich von Damwild ernährt“, so Schenk. Fakten über unterschiedliche Geweiharten und den Körper des Damwilds gehörten auch zur kleinen Theoriestunde.

Die Kinder allerdings waren ungeduldig und suchten die Nähe zu den Tieren. Sie liefen trotz aller Ermahnung immer wieder auf das Damwild zu. Die Fütterung, wie sie eigentlich geplant war, konnte somit nicht stattfinden. „So ein kleines Manöver erfordert Disziplin, das Wetter hat natürlich auch Auswirkungen auf das Wild“, meinte Schenk mit Blick auf den Sturm.

Der Gedanke hinter der dauerhaften Begehbarkeit des Gatters sei die Erhöhung des Erlebniswertes. „Wir wollen, dass unsere Besucher mittendrin statt nur Beobachter von außen sein können“, berichtete Holger Belz, Leiter des Natur-Erlebniszentrums. Er appellierte an die Vernunft der Menschen.

„Teil der Natur“

„Es gibt zunächst eine Probephase, um zu sehen, wie sich Mensch und Wild verhalten“, so Belz. Er sei trotz des ungeplanten Verhaltens der Menschen und auch des Damwilds dennoch positiv gestimmt und glaube, dass sich die rund 50 Tiere im Gehege schnell an die Menschen gewöhnten.

„Es ist wichtig, nah an den Tieren zu sein, denn diese sind Teil der Natur“, so Belz. Zudem ist ein Entdeckungspfad für Besucher des Geheges geplant, bei dem die Spuren der Tiere verfolgt werden können. „Das wichtigste ist jedoch, immer die Tür des Gatters zu schließen“, fügte Belz mit einem Schmunzeln hinzu.

Von Helena Gries

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