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„Es geht darum, von anderen gesehen zu werden“

Nebel bringt Gefahr für Autofahrer „Es geht darum, von anderen gesehen zu werden“

Er entsteht vorwiegend am Abend oder in der Nacht, seine bevorzugte Jahreszeit ist der Herbst: der Nebel. Eigentlich ist er nichts anderes als eine Wolke, die dicht über dem Erdboden schwebt oder diesen berührt. Für Autofahrer allerdings kann er sehr gefährlich werden kann.

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Bei Nebel ein Muss: Das Abblendlicht hilft Autofahrern, besser zu sehen und selbst gesehen zu werden.

Quelle: Schaarschmidt

„Wenn sich die Luft in klaren Nächten stark abkühlt, kann sie weniger Wasserdampf aufnehmen. Dieser schlägt sich dann in Tau oder kleinen schwebenden Wassertröpfchen nieder. Kühlt die Luft weiter ab, kommt es zu dichtem Nebel“, beschreibt der Gerblingeröder Jörg Müller die Entstehung der weißen Wolken. „Da kühle Luft schwerer ist und nach unten sinkt, bildet er sich hauptsächlich in Tälern und Senken“, erläutert der Wettermelder des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Erst wenn die Sichtweite unter einem Kilometer liege, könne von Nebel gesprochen werden. Müller: „Ansonsten ist von Dunst die Rede.“

Beträgt die Sichtweite unter 50 Meter, so darf und sollte am Auto die Nebelschlussleuchte zum Einsatz kommen. „Wichtig ist es aber in erster Linie, dass das Abblendlicht eingeschaltet wird“, sagt Fahrschullehrer Martin Post aus Duderstadt. „Leider meinen viele, dass sie dadurch selbst nicht besser sehen können und so keinen eigenen Nutzen haben. Allerdings geht es doch darum, von anderen Autofahrern gesehen zu werden“, meint Post.

Während jedes Auto eine Nebelschlussleuchte besitze, sei nicht jedes Fahrzeug mit Nebelscheinwerfern ausgestattet, die bei schlechten Sichtverhältnissen, bedingt durch Nebel, Regen oder Schneefall, eingeschaltet werden dürften. „Je schlechter die Sicht ist, umso langsamer sollte man fahren, und umso mehr Abstand sollte man halten“, nennt Post die Faustregel, die er auch seinen Fahranfängern vermittelt. „Zudem sollten die Scheibenwischer in Takt sein, und in der Zeit der Rüben- und Maisernte muss in Verbindung mit Feuchtigkeit mit einem Schmutzfilm auf den Straßen gerechnet werden“, so der Eichsfelder weiter.

Auf die Bedeutung der Scheinwerfer in den dunklen Monaten weist auch der Tüv Nord hin. Mit der Beteiligung am bundesweiten Lichttest im Oktober trägt er seinen Anteil zur Verkehrssicherheit bei. „Auf der Checkliste stehen alle Beleuchtungseinrichtungen des Fahrzeugs, vom Fern- und Abblendlicht über die Bremslichter und Nebelscheinwerfer bis hin zu den Blinkern“, sagt Alexander Steinmetz. Der Leiter der Tüv-Station Duderstadt rät dazu, den kostenlosen Test zu nutzen. „Mehr als jeder zehnte der beanstandeten Scheinwerfer war zu hoch eingestellt.“

Jedes Fahrzeug bekommt nach einem erfolgreichen Lichttest eine Plakette für die Windschutzscheibe, die anderen Autofahrern und Ordnungshütern zeigt, dass die Beleuchtung des Gefährts sicher ist.

Von Kristin Kunze

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