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Eulenarten leiden im Winter

Bilanz Nabu-Station Eulenarten leiden im Winter

In der Greif- und Eulenstation des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Rüdershausen wurden im vergangenen Jahr 69 Tiere gepflegt. Friedrich-Karl Schöttelndreier zieht Bilanz: Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 56 Tiere aufgenommen und gepflegt wurden, sei die Anzahl der Pflegevögel gestiegen, berichtet der Rüdershäuser, der die Station ehrenamtlich leitet. Hauptsächlich sei das auf den harten Winter 2008/2009 zurückzuführen. Besonders betroffen seien Schleiereulen.

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Kümmert sich seit Jahrzehnten um pflegebedürftige Vögel: Friedrich-Karl Schöttelndreier mit einem Sperberweibchen.

Quelle: Mischke

Im Gegensatz zum Mäusebussard, der bis zu drei Tagen ohne Fressen auskomme, müssten die Eulenarten bei einer geschlossenen Schneedecke hungern. Total entkräftet und mit Untergewicht würden die Tiere bei ihm abgegeben, erläutert Schöttelndreier: „Trotz aller Bemühungen sind dann leider zirka 98 Prozent der Tiere nicht mehr zu retten gewesen.“

In der Greif- und Eulenstation wurden im Berichtsjahr 50 Greifvögel und 19 Vögel anderer Arten betreut. Abgegeben wurden zehn Mäusebussarde, 20 Turmfalken, vier Steinkäuze, zwei Sperber, zwölf Schleiereulen, eine Waldohreule und ein Wüstenbussard. Zu den Dauerpflegefällen in der Station gehören Turmfalken und Steinkäuze. In der Station schlüpften im Berichtszeitraum wieder zwei Turmfalken und konnten erfolgreich ausgewildert werden. Drei geschlüpfte Steinkäuze wurden der Eulenschutzgemeinschaft in Schleswig-Holstein zur Auswilderung zur Verfügung gestellt. Für die wissenschaftliche Vogelforschung wurden im Jahr 2009 insgesamt 17 Greifvögel und Eulen beringt.

Wer aktiv zum Natur- und Umweltschutz beitragen möchte, kann die Nabu Greif- und Eulenstation in Rüdershausen in Form einer Geldspende oder durch eine Patenschaft unterstützen. Wer den Umgang und die Pflege mit Greifvögel erlernen möchte, kann ein Praktikum bei Friedrich-Karl Schöttelndreier absolvieren. Der Bundespolizist im Ruhestand ist telefonisch unter der Rufnummer 055 29 / 15 53 oder per E-Mail zu erreichen.

Von Heinz Hobrecht

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Nabu Greif- und Eulenstation

Zehn junge Steinkäuze hat Friedrich-Karl Schöttelndreier im vergangenen Jahr 2012 aufgezogen, sieben mehr als in 2011. „Das ist ein wirklich gutes Ergebnis“, freut sich der Leiter der Nabu Greif- und Eulenstation in Rüdershausen.

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