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Duderstadt sucht nach passendem Projekt

Fachwerk Triennale 2019 Duderstadt sucht nach passendem Projekt

Die Arbeitsgruppe Deutsche Fachwerkstädte richtet alle drei Jahre eine Fachwerktriennale mit thematischem Schwerpunkt aus. Während einer Arbeitssitzung am Mittwoch in Duderstadt wurde im großen Kreis eine Beteili­gungs­möglichkeit zum Motto „Integra­tion und Qualifikation von Migran­ten (im Fachberuf)“ gesucht.

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Die Fachwerkhäuschen in den Bürgergärten auf dem LNS-Gelände bilden eine der Ideen für mögliche Sanierungs- und Qualifizierungsprojekte.

Quelle: Foto: Richter

Duderstadt. „Wir wollen dabei sein“, sagte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) am Mittwoch während des Arbeitstreffens im Stadthaus. Duderstadt wolle auch ein Projekt auf den Weg bekommen. Er hob die Bedeutung der Arge hervor. Die Arbeit sei ein herausragender Punkt in den Innenstädten. „Die Besucher kommen zu uns, weil sie sich in der historischen Bausubstanz wohlfühlen.“

Fachkräftemangel entgegenwirken

Volker Holzberg, Vorstandsmitglied der (Arge), erklärte, dass die Fachwerk Triennale die Städte noch mehr in Wert setzen soll. Die Fachwerk Triennale 2019 werde mit dem Schwerpunkt „Integration - Qualifikation“ als Beitrag zur nationalen Stadtentwicklungspolitik umgesetzt. Mit dem Thema soll versucht werden Migranten mit Bleiberecht in Berufe oder in jungen Jahren in Ausbildung zu bringen. „Damit wollen wir unseren Beitrag leisten, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und neue Wege aufzuzeigen“, erläuterte Holzberg. Viele Geflüchtete hätten in ihrer Heimat im Handwerk gearbeitet, aber ihre Qualifikationen entsprächen nicht den Anforderungen in Deutschland.

Projektfindungsphase

Zehn Städte der insgesamt 130 Städte in der Arge beteiligten sich bereits an der Triennale 2019. Mit Ansätzen unterschiedlichster Art, wie Holzberg mitteilte. Pilotstadt sei zum Beispiel Eschwege, wo eine Lehrbaustelle eingerichtet werde. Auch Hann. Münden wolle sich beteiligen.

Mit zehn Gesprächspartnern aus der Region suchte Holzberg am Mittwoch nach einem möglichen Projekt für Duderstadt. Dabei ging es zunächst darum, auszuloten, welche Möglichkeiten sich bieten. Eine Idee gebe es zum Beispiel für die Bürgergärten im LNS-Gelände. Einige der kleinen Häuser in den Gärten seien sanierungsbedürftig. Hier könnten Migranten während der Sanierung oder eines Neubaus qualifiziert werden. Generell sei es auch eine interessante Idee, eine Kombination mit dem Thema Garten zu erarbeiten.

Keine Konkurrenz zu Handwerksbetrieben

Jürgen Germerott, Fachdienstleiter Bauaufsicht und Denkmalschutz der Stadt Duderstadt, ergänzte, dass auch die Möglichkeit bestünde, eventuell eine Tür oder ein Fenster im Innenstadtbereich aufzuarbeiten. „Wir sind noch in der Findungsphase“, erklärte Germerott. Es gebe zwar schon ausreichend Ideen, „aber wir sind auch noch offen für neue Anregungen“. Dabei betonte er, dass es sich um ein soziales Projekt handle und dieses auf keinen Fall in Konkurrenz zu den Handwerksbetrieben stehen soll.

Arbeitstreffen zur Beteiligung Duderstadts an der Fachwerktriennale

Arbeitstreffen zur Beteiligung Duderstadts an der Fachwerktriennale

Quelle: Rüdiger Franke

„Toller Strauß“ an Partnern

Als einen „tollen Strauß an Partnern“ hat Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) die Teilnehmer an der großen Gesprächsrunde bezeichnet, die sich an den Überlegungen zur Beteiligung Duderstadts an der Fachwerk Triennale beteiligen. Von links: Stephan Siebert (Caritasverband Südniedersachsen), Peter Niebuer (GAB), Martin Skowronek (LEB), Bettina Steinmatz (Stadt Duderstadt), Jürgen Germerott (Stadt Duderstadt), Volker Holzberg (Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte), Wolfgang Nolte, Christine Kummer (Koordinierungsstelle des Landkreises Göttingen), Magdalena Günther (Geschäftsführerin GAB), Hermann Tallau (Vorsitzender Förderkreis Denkmal- und Stadtbildpflege), Manfred Schmidt (stellvertretender Schulleiter der BBS Duderstadt) und Stephanie Heck-Weidemeier (Jugendhilfe Südniedersachsen). Das nächste Treffen ist für Februar geplant.

Von Rüdiger Franke

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