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Fasten: „Dann fühlt man sich wie neu geboren“

Besinnung Fasten: „Dann fühlt man sich wie neu geboren“

Mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt für Christen die 40-tägige Fastenzeit. Durch den bewussten, zeitlich befristeten Verzicht auf Genussmittel, Luxusgüter und angenehme Gewohnheiten wie Fernsehen oder auch Kneipenbesuche sollen sich Gläubige wieder mehr auf sich selbst fokussieren, sich so auf das Osterfest vorbereiten.

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Fastet seit 20 Jahren regelmäßig: Silvia Depre (links) lässt sich von Nadine Eberhardt beraten.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Die Fastenzeit als Zeit der Umkehr und Besinnung bietet laut Experten die Gelegenheit, Körper und somit auch Geist zu entschlacken und sich eine Auszeit vom Alltagstrott zu gönnen. Dabei muss aber nicht unbedingt 40 Tage – wie einst Jesus – in der Wüste gehungert werden: auch kürzere Fastenkuren schaffen ein neues Körperbewusstsein.

„Nach einer Fastenkur entwickelt man ein völlig neues Gefühl für seinen Körper und ist Gerüchen und Geschmäckern gegenüber empfindsamer“, erklärt Ernährungsberaterin Iris Hellmold aus Duderstadt. Oft erlebe sie, dass die Fastenzeit als Anstoß diene, die Vorsätze von Neujahr umzusetzen.

Bei einer Fasten- oder Detoxkur, während der man für eine bestimmte Zeit auf feste Nahrung verzichtet, sei es vor allem wichtig, Magen- und Darmtrakt danach wieder langsam an feste Nahrung zu gewöhnen. „Vor einer Heilfastenkur sollte man sich auf jeden Fall von seinem Arzt grünes Licht geben lassen“, betont Hellmold. Für erfolgreiches Fasten und den dauerhaften Verzicht sei es außerdem hilfreich, Gleichgesinnte zu suchen oder an einem speziellen Seminar zu teilzunehmen.

„Fasten ist nach wie vor zeitgemäß“, meint Elisabeth Vollmer, Mitarbeiterin des Reformhauses Schöning in Duderstadt. Besonders nach fettreichen und bewegungsarmen Wintertagen hätten viele Kunden den Wunsch, sich zu entschlacken: „Die Fastenzeit gibt vielen den Anstoß, sich auf seinen Körper zu besinnen und bewusster zu leben.“

Je öfter, desto leichter

Da viele Lebensmittel den Körper übersäuerten, empfehle sie sowohl eine Fastenkur mit Frischpflanzensäften, die den Stoffwechsel anregten, als auch eine spezielle Entsäuerungskur, bei welcher dem Körper Mineralstoffe zugeführt würden. „Um die Müdigkeit der langen Tage abzuschütteln und fit in den Frühling zu gehen, ist es das A und O, auf viel Fleisch zu verzichten“, rät Vollmer.

„Für Heilfasten und Entgiftungskuren gilt: Je öfter man es gemacht hat, desto leichter fällt es uns“, sagt Nadine Eberhardt, Geschäftsführerin des Duderstädter Bioladens Lebenskunst. In unserem hektischen Zeitalter biete die Fastenzeit eine Möglichkeit, sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren und bewusster mit seinem Körper umzugehen.

Sie empfiehlt eine Kur mit Naturkostsäften sowie Produkte aus der Hildegard-von-Bingen-Linie. Diese würden durch spezielle Kräuter die Entgiftung des Körpers unterstützen. „Nach einer Kur ist es besonders wichtig, die Aufbauzeit des Darms zu beachten, also nicht vom Fasten zum Schnitzel springen“, erklärt Eberhardt.

Kundin Sylvia Depre, die seit zwanzig Jahren regelmäßig fastet, weiß: „Vierzehn Tage vor Beginn der Kur auf Kaffee und Zigaretten verzichten, sonst wird es dem Körper zu viel.“ Außerdem rät sie zu viel Bewegung an der frischen Luft, Frühgymnastik und ausreichender Flüssigkeitszufuhr: „Das Wichtigste beim Totalverzicht ist allerdings, dass man mit dem Kopf dabei ist. Dann fühlt man sich wie neu geboren.“

Von Elisa von Hof

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