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Eichsfelder Protestanten bringen Luther auf die Bühne

Festgottesdienst in St. Servatius Eichsfelder Protestanten bringen Luther auf die Bühne

Martin Luther gibt es beim Festgottesdienst anlässlich von 500 Jahren Reformation im Gespräch mit einer Reinigungskraft, einer Schülerin und einer Bürgermeisterin zu erleben. Eine Dialogpredigt kündigt Pastor Jens-Arne Edelmann für Dienstag, 31. Oktober, um 10 Uhr in der Kirche St. Servatius in Duderstadt an.

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Die Vorbereitungen für den Festgottesdienst laufen.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Martin Luther gibt es beim Festgottesdienst anlässlich von 500 Jahren Reformation im Gespräch mit einer Reinigungskraft, einer Schülerin und einer Bürgermeisterin zu erleben. Eine Dialogpredigt kündigt Pastor Jens-Arne Edelmann für Dienstag, 31. Oktober, um 10 Uhr in der Kirche St. Servatius in Duderstadt an.

Was wäre, wenn der Reformator heute ins Eichsfeld käme? Was würde er den Menschen sagen? Diesen Fragen will Edelmann im gemeinsamen Gottesdienst der sechs evangelischen Gemeinden im Untereichsfeld nachgehen. Am Montag probte der Pastor, der Luther im Talar und mit einem altertümlichen Barett spielen wird, mit drei Mitstreiterinnen die Dialogpredigt in St. Servatius. Die Schauspieler machten sich mit den Mikrofonen und der Lautsprecheranlage vertraut, nutzten unterschiedliche Punkte im Altarraum sowie im Kirchenschiff für ihre Auftritte.

Arbeit ist eine Form des Gottesdienstes

„Jede Arbeit, die anderen Menschen und dem Gemeinwohl dient, ist eine Form des Gottesdienstes“, sagte Luther zur Putzfrau (Monika Güll aus Lindau). „Jeder soll lesen, schreiben und rechnen können, um zuhause und in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen“, gab er der Schülerin (Freya Engel aus Gieboldehausen) mit auf den Weg. „Wer ein öffentliches Amt ausübt, muss Gott Rechenschaft ablegen“, ermahnte er die Bürgermeisterin (Gabriele Hann aus Hilkerode).

Musikgruppen und Morgensegen

„Mitgestalten werden den Festgottesdienst außerdem drei Musikgruppen“, kündigt die Duderstädter Pastorin Claudia Edelmann an. Sie hat die Gesamtleitung. Zur Blasmusik des Duderstädter Posaunenchors unter Leitung von Hartwig Depenbrock sollen die Christen in die Kirche einziehen. Die Blechbläser spielen im Laufe des Gottesdienstes im Wechsel mit Organist Yannick Bode.

Ein Projektchor mit mehr als 20 Sängern hat sich im August unter Leitung von Kirchenmusikerin Dorothea Peppler aus Bad Lauterberg gebildet. 14-tägig probt er seither. Der Chor will zu Beginn des Gottesdienstes Luthers „Morgensegen“ vortragen. Während des Abendmahls, das an drei Punkten in der Kirche ausgegeben wird, bringt er das „Sanctus“ aus Franz Schuberts „Deutscher Messe“ zu Gehör.

Händel zum Abendmahl

Zum Abendmahl erklingt zudem die „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel. Die Flötengruppe der Kirchengemeinden Gieboldehausen und Wollershausen, der acht Frauen unter Leitung von Hildegard Sorge angehören, spielt das Stück. Die Gemeinde singt Luthers Reformationsklassiker von 1529, „Ein feste Burg ist unser Gott“. Und am Ende gibt es noch Luthers Stück „Verleih uns Friede gnädiglich“, in einer Popversion zu hören. Im Anschluss an die gut einstündige Feier schenkt die Gemeinde Kaffee und Tee aus.

Höhepunkt des Reformationsjahres

„Der Festgottesdienst wird der Höhepunkt des Reformationsjahres im Untereichsfeld sein“, sagt Pastorin Edelmann. Danach würden nur noch ein paar kleinere Veranstaltungen folgen: darunter ein Konzert in Duderstadt und eine Weihnachtsandacht. Zum Festgottesdienst, an dem auch Pastorin Abel mitwirke, erwarte sie 500 Christen.

Katholische Priester

„Mit dabei sind auch mindestens drei katholische Priester: Propst Bernd Galluschke sowie die Pfarrer Reinhard Griesmayr und Markus Grabowski“, sagt Edelmann. Das drücke den ökumenischen Charakter der 500-Jahr-Feier aus, bei der nicht nur das Besondere des evangelischen Bekenntnisses betont werden solle, sondern auch das Gemeinsame der christlichen Kirchen. Darum sei es auch in ökumenischen Versöhnungsgottesdiensten im Laufe des Jahres gegangen.

Von Michael Caspar

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