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Fettexplosion: Feuerwehrleute besuchen Grundschule in Mingerode

Brandschutz auf Stundenplan Fettexplosion: Feuerwehrleute besuchen Grundschule in Mingerode

„Standort zweite Klasse“, sagt Christopher Müller. Per Funk wurde der Feuerwehrmann gerade ins Schulgebäude gerufen. In voller Montur hat er das Klassenzimmer betreten, nicht zu überhören sind seine Atemgeräusche. Wie bei einem echten Einsatz trägt er ein Atemschutzgerät. Auf dem Stundenplan der Mingeröder Grundschüler stand am Freitag der Brandschutz.

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Wie ein echter Feuerwehrmann: Schüler Paul mit einem Wasserschlauch, der bei Bränden zum Einsatz kommt.

Quelle: SPF

Mingerode. Zuvor hatten die Kinder von ihren Erfahrungen mit Feuer berichtet. „Es ist immer wieder überraschend, wie viele Kinder doch schon damit zu tun hatten“, sagte Kathrin Dornieden. Die Brandschutzerzieherin für den Bereich Duderstadt vermittelte den Erst- und Zweitklässlern die Gefahren und wie man mit Feuer umgehen sollte. „Viele haben zum Beispiel schon an der Tischdecke und an einem getrockneten Haufen Gras gezündelt.“

Arbeitsgeräte der Feuerwehrleute

Auf dem Schulhof gab es für die älteren Schüler der Klassen drei und vier die Möglichkeit, Arbeitsgeräte der Feuerwehrleute zu testen. Sechs Brandschützer hatten sich extra für die Aktion, die bereits zum fünften Mal stattfand, freigenommen. Der Wasserschlauch und auch das Feuerwehr-Auto durften natürlich nicht fehlen. „Die Kinder wundern sich immer, dass es sich um Freiwillige Feuerwehrmänner handelt. Sie sind ganz erstaunt, wenn sie erfahren, dass alle einen anderen Beruf haben“, so Dornieden.

Kinderfeuerwehr in Duderstadt

„In erster Linie wollen wir natürlich aufklären, aber auch den Nachwuchs für die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr begeistern“, erklärte Jugendwart Daniel Kunkel. Die Mingeröder Jugendfeuerwehr habe momentan zehn Mitglieder. „Das Problem ist, dass man der Jugendfeuerwehr erst mit zehn Jahren beitreten darf“, so Kunkel. In diesem Alter hätten sich viele aber schon in andere Richtungen orientiert. Eine gute Lösung sei deshalb die Kinderfeuerwehr, die es in Duderstadt gebe. „Wenn die Kinder dann alt genug sind, gehen sie zur jeweiligen Jugendfeuerwehr in den Ortschaften.“

Heißes Fett explodiert

Zum Abschluss gab es zwischen Schule und Turnhalle dann noch eine Demonstration. Zunächst wurde gezeigt, dass heißes Fett explodiert, wenn es mit Wasser gelöscht wird, danach wie schnell Kleidung Feuer fängt, und wie dieses mit einer Jeanshose oder einer Löschdecke bekämpft werden kann. „Wir wollen den Kindern natürlich die Realität zeigen“, unterstrich Feuerwehrmann André Schwedhelm, der auch das Verhalten der Grundschüler beim Probealarm lobte, mit dem der Brandschutztag in der Grundschule gestartet war.

Von Kristin Kunze

Arbeitsmaterial: Die Feuerwehrmänner Tobias Kopp (rechts) und Christopher Müller erklären Mingeröder Grundschülern den Umgang mit einem Atemschutzgerät. Pförtner

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