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Forsthaus Hübental schließt noch im Januar

Eichsfelder Ausflugslokale Forsthaus Hübental schließt noch im Januar

Seit Wochen kursiert im Eichsfeld das Gerücht, das Ausflugslokal Hübental, nördlich von Breitenberg gelegen, schließe. Nun hat es Pächter Holger Pangritz bestätigt:  „Der 29. Januar ist unser letzter Tag im Forsthaus.“

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Schlechte Aussichten: Das Forsthaus Hübental schließt zum Ende des Monats. Ungewiss ist die Zukunft des Ausflugslokals.

Quelle: Pförtner

Eichsfeld. Er könne das Ganze zusammen mit seiner Frau Sabine „einfach nicht mehr stemmen“, erklärt Pangritz die bevorstehende Schließung. Zu verregnet sei der Sommer gewesen, und der Winter sei ebenfalls nicht optimal für ein Ausflugslokal wie das Hübental. „Die Lage ist wahrscheinlich auch einfach die falsche“, nennt er einen weiteren Grund. Wie es ab Februar mit den Gaststuben und dem dazugehörenden Biergarten am Waldrand weitergeht? Dazu könne er nichts sagen. Auch die Immobilien-Eigentümer Anetta und Thomas Jankowski wollten auf Tageblatt-Nachfrage keine Informationen zur Zukunft des Forsthauses Hübental geben.

Nahtlos soll es hingegen mit dem Betrieb im Waldrestaurant Schöne Aussicht auf dem Pferdeberg weitergehen, wenn das jetzige Betreiber-Ehepaar Nocker nach dem 31. Oktober die Räumlichkeiten verlässt. Zunächst hatten die Nockers für fünf Jahre mit der Besitzerfamilie Müller aus Gerblingerode einen Pachtvertrag abgeschlossen, und diesen zweimal um jeweils ein weiteres Jahr verlängert. Nun ist aus Altersgründen im Herbst Schluss. „30 Jahre Selbstständigkeit sind genug“, sagt Kornelia Nocker.

Gabi Müller hat bereits inseriert, und sich so auf Pächter-Suche begeben, denn es soll weitergehen mit der Gastronomie auf dem Pferdeberg. „Ich gehe entspannt an die Sache. Im März oder April mache ich mir dann schon mehr Gedanken.“ Müller hofft auf einen erfahrenen Pächter, der wie das Ehepaar Nocker auch die vorhandene Wohnung im Gebäude nutzen wird.

Nachdem das Kino Filmfabrik in der Feilenfabrik Anfang Januar seinen Betrieb eingestellt hat, gibt es auch in Bezug auf das angrenzende Café Soley Gerüchte über eine mögliche Geschäftsaufgabe oder einen Betreiberwechsel. „Seit unserer Eröffnung im Jahr 2008 wird ständig vermutet, dass wir schließen“, sagt ein verwunderter Pächter Aykut Perkel. „Da war und ist aber absolut nichts dran“, schafft er im gleichen Atemzug klare Verhältnisse.

„Momentan steht unser Telefon gar nicht mehr still. Alle wollen wissen, was mit ihren Gutscheinen passiert, wenn wir schließen“, so Perkel weiter. Das Geschäft aber laufe gut, zahlreiche geschlossene Gesellschaften brächten Abwechslung zum normalen Betrieb, und Gutscheine könnten natürlich auch künftig eingelöst werden. Perkel und seine Geschwister verlassen die Räume in der Feilenfabrik nicht.

Dass „viel geredet wird“, weiß auch das Ehepaar Marschall, Eigentümer und Betreiber des Wirtshauses Zum Halben Mond in der Duderstädter Haberstraße. Zwar habe er mit 64 Jahren das Alter erreicht, mit dem man sich überlegen dürfe, aufzuhören, doch Karl-Heinz Marschall und seine Frau Eva stünden auch weiterhin hinter der Theke des Gasthauses mit Kultstatus – wie schon seit dem 7. Februar 1985.

Einen Stock über dem Soley in der Feilenfabrik hat das Café im Turm seinen Betrieb bereits im April vergangenen Jahres eingestellt. „Wirtschaftlich  gesehen ist es einfach nicht mehr möglich, es zu öffnen“, sagt Olaf Schrader aus der Geschäftleitung vom Betreiber-Unternehmen Landbackwaren Bock aus Rüdershausen. Die Gründe dafür seien verschieden – unter anderem wären Absprachen von Vermieterseite nicht eingehalten worden. „Zu erreichen ist auch niemand. Man fühlt sich einfach allein gelassen“, sagt ein enttäuschter Schrader. Nachgedacht habe man über eine Vermietung der Räumlichkeiten für private Veranstaltungen. Das aber sei wirtschaftlich auch nicht rentabel. Wie es im obersten Stock der Feilenfabrik mit Aussicht auf die Duderstädter Altstadt weitergeht? Schrader: „Das wissen wir momentan auch nicht.“

Wer im Januar und Februar einen Besuch im Graf Isang am Seeburger See ins Auge gefasst hat, wird von montags bis donnerstags ebenfalls vor geschlossenen Türen stehen. Pächter Franz-Josef Otto aus Fuhrbach hat in den Wintermonaten reagiert und den Betrieb im Restaurant auf drei Tage reduziert. „Unsere Saison läuft von April bis Oktober. Für drei Kaffee am Tag, brauchen wir unter der Woche nicht aufmachen“, begründet er diese Maßnahme. Es sei eben ein typisches Ausflugslokal. Biergartenlastige Restaurants hätten es nicht nur im Eichsfeld vor allem im Winter sehr schwer. Tatsachen, die das Pächter-Ehepaar Pangritz mit dem Forsthaus Hübental schmerzlich erfahren musste.

Von Kristin Kunze

Neuer Pächter im Forsthaus Hübental:

Nach diversen Inhaber- und Pächterwechseln sowie Stillstand gibt es einen Neuanfang im Forsthaus Hübental. Am Freitag, 15 Juni 2012, öffnet Hausbesitzer und Gastronomie-Betreiber Thomas Jankowski um 15 Uhr sein Forsthaus Hübental.

Zum vollständigen Artikel:

► Jankowski eröffnet Forsthaus Hübental

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Hunderte Menschen kamen zu Fuß, per Rad oder mit dem Auto zum Forsthaus Hübental, bereits Mittags waren Tische und Bänke am Ausflugslokal voll belegt. Der Familientag des deutsch-namibischen Vereins GNA (German Namibian Association) am Dienstag, 1. Mai, war bei strahlendem Sonnenschein ein Erfolg.

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