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Freisprüche nach Schlägerei auf Disco-Toilette

Brüderpaar nicht schuld Freisprüche nach Schlägerei auf Disco-Toilette

Ein jähes Ende hat im August vergangenen Jahres eine Party in einer Duderstädter Diskothek gefunden, nachdem bei einer Schlägerei ein junger Mann verletzt worden war: Der Saal wurde geräumt. Ein gutes Ende für die Angeklagten nahm hingegen am Donnerstag die Verhandlung: Sie wurden freigesprochen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Es sei ihnen nicht nachzuweisen, dass sie den heute 27 Jahre alten Mann aus Nesselröden auf der Disco-Toilette geschlagen und getreten hatten, begründete Michael Pietzek, Richter am Amtsgericht, sein Urteil. „Selbst, wenn Zeugen gelogen haben sollten.“

Anzeichen vorhanden

Denn nach Ansicht des Richters habe es sehr wohl Anzeichen dafür gegeben, dass die Brüder mit den Verletzungen am Kopf des 27-Jährigen zu tun gehabt hätten. So hatte das Opfer selbst am Morgen nach der Tat eine „Erscheinung“ gehabt. Ihm sei durch den Kopf gegangen, dass es sich bei einem der Täter um den Mitarbeiter eines Imbisses gehandelt habe - dort hatte einer der Brüder tatsächlich gearbeitet. Außerdem sei ihm ein Täter beim Spitznamen genannt worden - dieser trifft auf den Jüngeren zu.

Gesehen hat jedoch offenbar niemand etwas von der Tat, die sich nach Zeugenaussagen binnen Sekunden und ohne vorhergehendes Wortgefecht abgespielt haben soll. Selbst die Zeugen, die zum Zeitpunkt der Tat die Urinale im Toilettenbereich benutzt hatten, als das Opfer „auf die Mütze bekam“, wie es sagte, machten keine Angaben zu den Tätern.

Ein Zeuge, der zuvor anhand von Fotos und während einer Gegenüberstellung die Brüder „zu 70 Prozent“ erkannt haben wollte, war sich nicht mehr sicher. Die Freundin des Älteren sagte aus, er habe mit ihr und einer Bekannten den Abend vor dem Fernseher verbracht.

Nicht einmal zum Tag sicher

Den Jüngeren entlasteten die Kumpel, mit denen er in der Dioskothek gewesen war. Sie sagten aus, zu dritt hätten sie die Party verlassen, bevor es zur Tat kam. Ein Vierter, der zurückgeblieben war, will nur mitbekommen haben, dass es eine Schlägerei gab, nicht aber, wer sich prügelte.

Schlussendlich hatte es Pietzek mit einer Reihe von Zeugen zu tun, die sich nicht einmal mehr an den Tag der Schlägerei erinnern konnten oder wollten - erst recht nicht an die Täter. Und da auch die polizeilichen Ermittlungen keine stichhaltigen Beweise erbracht hatten, sprach er die Mittzwanziger frei.

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