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„Freut euch, wir sind das Volk Gottes“

Timmerevers predigt bei Männerwallfahrt „Freut euch, wir sind das Volk Gottes“

Mehrere 100 Pilger kamen am Sonntag zur Männerwallfahrt nach Germershausen. Es predigte Weihbischof Heinrich Timmerevers.

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Einzug der Germershäuser Madonna „Maria in der Wiese“: Einige 100 Pilger kamen gestern zur Männerwallfahrt.

Quelle: Walliser

„Sie wollen doch nicht die letzten in ihren Verbänden, Vereinen und Kirchen sein. Seien Sie offen für Menschen auf der Suche“, ermunterte Weihbischof Heinrich Timmerevers aus Vechta (Bistum Münster) die mehreren 100 Pilger, die am Sonntag zur Männerwallfahrt nach Germershausen gekommen waren. Kühl war es und das Gras nass vom Tau. Nebel hing über dem Ort. Nebel sieht der Weihbischof derzeit auch über der katholischen Kirche.

Timmerevers erinnerte an die Berichte über immer neue Missbrauchsfälle. Als „peinlich“ und „traurig“ bezeichnete der Geistliche, was da „offenbar geworden“ sei. Die Amtsträger hätten einen Vertrauensverlust erlitten. Ein „Schleier des Misstrauens“ sei über sie gefallen. Der Weihbischof wünschte seiner Kirche den „Mut zur Wahrheit und zur Aufklärung“, aber auch den „Mut zur Barmherzigkeit und zu einem neuen Anfang“. Die Gläubigen sollten „sich nicht lahmlegen lassen“, sondern „durchstoßen“ zum Bewusstsein der Freude, Christen zu sein.

„Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade“, lautete das Motto der Wallfahrt. Der Weihbischof hatte es ausgewählt. Die Gläubigen sollen sich einbringen in der Gesellschaft, empfahl er. Streng ging Timmerevers mit einer Journalistin seiner Heimatzeitung ins Gericht. Die junge Frau hatte in einem Kommentar Freude darüber geäußert, in einem Kaufhaus sonnabends bis 24 Uhr „für ihre Party“ einkaufen zu können.

„Das ist doch bekloppt“, schimpfte der Bischof. Die Menschen wollten immer mehr konsumieren. „Diese Haltung ist eine Fehlhaltung,“ so die Einschätzung des Theologen. Christen ließen sich „vom Reizvollen nicht in die Irre führen“. Sie hörten auf die Jungfrau Maria und stellten Jesus Christus in den Mittelpunkt ihres Lebens. Ihr Ziel sei Gott. Das setze sie in die Lage, die „Kreuze des Lebens“ zu tragen.

Ein – kleines – Kreuz habe der Bischof schultern müssen, verriet Propst Wolfgang Damm. Timmerevers sei früh aufgestanden, um gegen 6 Uhr in Vechta zu starten. Damm: „Der Weihbischof hat erfahren, wie weit sich das Bistum Hildesheim ausdehnt.“ Timmerevers griff das auf. Die Straßen seien frei gewesen. Er habe sich sagen lassen, die Menschen seien alle in der Kirche.

Von Michael Caspar

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