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Hallenbad am Scheideweg

Unterschriftensammlung Hallenbad am Scheideweg

Auf eine Entscheidung über die Zukunft des Duderstädter Hallenbades in der Aufsichtsratssitzung am Freitag drängt Markus Kuhlmann. Der Chef der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) will dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Nolte 2763 Unterschriften für den Erhalt der Einrichtung überreichen.

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Sorgen sich ums Hallenbad: EWB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann, kaufmännischer Leiter Sascha Baumann und technischer Leiter Bernward Schütte.

Quelle: Harald Wenzel

Duderstadt. Die haben die „Frühschwimmer“, die ein Sanierungskonzept fordern, bis Donnerstag gesammelt. Ohne öffentliche Gelder sei eine Sanierung, gegebenenfalls mit abgespecktem Sanitär- und Umkleidebereich, nicht möglich, sagt Kuhlmann. Als kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Frankenberg hat er vor einigen Jahren die Sanierung des dortigen Hallenbades auf den Weg gebracht. In das bestehende Fliesenbecken wurde ein Edelstahlbecken versenkt, das Bad mit Fitnes­studio und Gastronomie auf Pachtbasis kombiniert. Dafür fehlten in Duderstadt allerdings Infrastruktur-Voraussetzungen und Erweiterungsflächen.

Das größte Problem sei nicht einmal die mit mehr als drei Millionen Euro veranschlagte Investition, sondern die Unterhaltung. Das jährliche Betriebskosten-Defizit werde sich bei einer Sanierung im Bestand nahezu verdreifachen auf rund 600 000 Euro. „Uns fehlen 20 000 Badegäste“, sagt Kuhlmann, der in dieser Saison einen weiteren Rückgang auf 20 000 Besucher erwartet.

Die Zahl der Kinder, die ans Schwimmen herangeführt würden, werde schon aufgrund der demografischen Entwicklung weiter zurückgehen. Das Schul- und das Vereinsschwimmen seien eingebrochen, die Gruppe der 16- bis 50-Jährigen kaum im Hallenbad vertreten, das sich nur noch bei besonderen Events fülle. Das Freizeitverhalten habe sich verändert, Schwimmen sei von einer Volks- zur Randsportart geworden, die hier kein örtlicher Sportverein mehr beim Landessportbund angemeldet habe.

Trotz trüber Aussichten schließt Kuhlmann Sanierung und Erhalt des Hallenbads nicht aus. Für die müssten Gesellschafter und Aufsichtsrat allerdings Finanzierungskonzepte vorlegen. Die Zinsen seien zwar niedrig, die Baukosten aber gestiegen, eine Sanierung würde rund eineinhalb Jahre dauern. Als weitere Optionen blieben ansonsten Schließung, Umnutzung, Verkauf, Abriss oder Betreiberwechsel, beispielsweise die Umwandlung in ein Vereins- oder Genossenschaftsbad. Eine vorläufige Schließung sei mit Leerstandskosten verbunden, ein Abriss koste ebenfalls Geld, merkt Kuhlmann an. Nicht umsetzbar und schon wegen der Hochwasserproblematik zu teuer sei eine Kombination des Freibades mit einer Schwimmhalle am Freibad-Standort.

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