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Bundespolizei beendet Einsatz in Hamburg

G20-Gipfel Bundespolizei beendet Einsatz in Hamburg

Nur mittelbar von den schweren Ausschreitungen beim G-20-Gipfel in Hamburg mit vielen verletzten Sicherheitskräften betroffen gewesen sind die Duderstädter Bundespolizisten. Ihr Einsatz beschränkte sich auf die Logistik. Die Gewaltbereitschaft einzelner Gruppen galt es aber auch dabei zu beachten.

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Ist rund um die Uhr im Einsatz gewesen: die Logistik-Führungsstelle der Duderstädter Bundespolizeiabteilung in Duderstadt.Foto: R

Duderstadt. Für Unterkunft und Versorgung von mehr als 3800 Bundespolizisten inklusive Nachrückern wegen der Krawalle ist die Bundespolizeiabteilung Duderstadt zuständig gewesen. Erfahrungen mit der logistischen Herausforderung eines Großeinsatzes hatte die Abteilung bereits im Herbst bei der OSZE-Konferenz gesammelt. Der aktuelle Einsatz sei allerdings eine andere Hausnummer gewesen, meint Abteilungsführer Martin Kröger und bezieht das nicht nur auf die Logistik. „Andere Dimensionen waren auch in der Qualität der polizeilichen Lagen zu erwarten“ sagt der Einsatzleiter: „Waren sie für die Logistiker auf den ersten Blick zweitrangig, änderte sich dies mit zunehmender Einsatzdauer täglich.“

Kaltverpflegung und rund 37500 warme Mahlzeiten, die in Ratzeburg und Uelzen zubereitet worden, galt es „just in time“ an die Einsatzkräfte zu verteilen. Weil wegen des Gewaltpotenzials keine Dienstfahrzeuge unbeaufsichtigt an Hotels und bei Einsatzsszenarien abgestellt werden konnten, waren bereits im Vorfeld drei Großparkplätze angemietet worden. Zu den Ausgabepunkten der Verpflegung sind dann 800 Transporte nötig gewesen. Mehr als 8100 Polizeibeamte waren zu befördern, 133 Fahrzeuge zu reparieren, 760 Bekleidungsstücke zu tauschen, 112 Instandsetzungen von Ausrüstung und IT-Technik vorzunehmen.

Bundeskriminalamt unterstützt

Über die von anderen Abteilungen unterstützten Logistiker hinaus war auch eine Hundertschaft vom Euzenberg zur Unterstützung des Bundeskriminalamtes eingesetzt. In den Messehallen kamen die Beamten den Gipfelteilnehmern sehr nahe. Im unmittelbaren Gipfelbereich war deshalb auch dezentes Zivil angesagt.

Der Logistik-Vorbereitungsstab hat schon zwei Wochen vor dem Gipfel Hamburg angesteuert, Hotelbetten organisiert und sich um weitere Aufgaben gekümmert - bis hin zum Beschwerdemanagement. Bereits Ende Juni war die Unterkunft am Euzenberg dann komplett leergefegt, alle Duderstädter Einsatzkräfte in der Hansestadt eingesetzt. Allein im Bereich Logistik galt das für fast 580 Vollzugs- und Verwaltungsbeamte sowie Tarifbeschäftigte vom Koch bis zum Kraftfahrer.

Koordiniert wurden die Abläufe von einer Führungsgruppe in Zwölf-Stunden-Schichten, nachts von Polizeihauptkommissar Dietmar Kerl, tagsüber unter der stellvertretenden Abteilungsführerin Indra-Loose-Sommer. Eine positive Bilanz zieht Kröger: „Nur gemeinsam als Team wurde dieses Einsatzszenario der ganz anderen Art mit Bravour gemeistert.“

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