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Gastronomen befürchten Verschärfung des Rauchverbots

Trübe Aussichten für blauen Dunst Gastronomen befürchten Verschärfung des Rauchverbots

Für die Raucher im Ruhrpott ist der Mai in diesem Jahr kein Wonnemonat. Seit 1. Mai gilt in nordrhein-westfälischen Gaststätten ein striktes Rauchverbot. Die rot-grüne Landesregierung hat alle bisherigen „Schlupflöcher“ via Gesetz beseitigt. Das bedeutet nicht nur das Aus für die umstrittenen Raucherclubs, sondern auch für den blauen Dunst in Eckkneipen, Raucherräumen und bei privaten Feiern in Gaststätten.

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Sind in Nordrhein-Westfalen seit 1. Mai nicht mehr möglich: Raucherräume in Gaststätten wie in der Alten Backstube in Duderstadt.

Quelle: Blank

Eichsfeld. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnt vor einem Kneipensterben und befürchtet, dass nach dem Regierungswechsel in Niedersachsen auch hier das Nichtraucherschutzgesetz verschärft wird.

Die von Gastronomen im Eichsfeld geteilten Befürchtungen sind nicht unbegründet. Im Koalitionsvertrag habe das Thema zwar keine Rolle gespielt und stehe auch sicher nicht obenan auf der Gesundheitsagenda, sagt Thomas Schremmer, gesundheitspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion.

Er geht aber davon aus, dass „wir uns des Themas mit Blick auf die schärfere Gesetzeslage in anderen Bundesländern und den Gesundheitsschutz der Servicekräfte in der Gastronomie noch einmal annehmen – eventuell nach der Sommerpause“. Persönlich sieht Schremmer, der bis vor kurzem selbst geraucht hat und „kein militanter Nichtraucher“ ist, keine Veranlassung, Ausnahmen nicht mehr zuzulassen, und hält Aufklärung für wichtiger als Zwang.

Niedersachsens Dehoga-Geschäftsführer Rainer Balke will das Thema nicht heraufbeschwören und schwankt zwischen Gelassenheit und Skepsis. Zumindest vor der Wahl habe es keine Anzeichen für eine Gesetzesänderung gegeben, die Dehoga die allgemeine Zufriedenheit mit der derzeit praktizierten Lösung herausgestellt.

Investitionen ad absurdum geführt

Vor allem für kleine Kneipen würde  ein totales Rauchverbot den Todesstoß bedeuten, meint Balke. Die Investitionen vieler Gastwirte, um beispielsweise durch getrennte Raucherräume die Voraussetzungen für das bestehende Nichtraucherschutzgesetz zu erfüllen, würden mit einem gesetzlichen Federstrich ad absurdum geführt.

„Schon durch die bisherige Regelung gab es Einbrüche, eine Verschärfung wäre fatal bis existenzbedrohend“, meint auch der Betreiber des Duderstädter Backsteinhauses, Tamer Tokaci, und spricht damit vielen seiner Kollegen aus der Seele. Eigentlich müsste der Umgang mit Rauchern Sache der Wirte sein, weist Tokaci die staatliche Bevormundung zurück.

Während die Tabaksteuer Jahr für Jahr weiter steigen soll und dem Staat als ertragreichste besondere Verbrauchssteuer nach der Energiesteuer hohe Einnahmen beschert, droht den Rauchern auf Bundesebene die nächste Repressionsstufe: Die grüne Bundestagsfraktion fordert ein generelles Verbot von Zigarettenautomaten. Und in der dänischen Stadt Aarhaus dürfen die Mitarbeiter jetzt auch in Arbeitspausen nicht mehr rauchen. Selbst die städtischen Gärtner müssen dort stundenlang an der frischen Luft nach einer Kippe schmachten.

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