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Gebietsreform: Eichsfeldkreis zu Niedersachsen?

Landrat Henning wehrt sich Gebietsreform: Eichsfeldkreis zu Niedersachsen?

Eine geplante Gebietsreform in Thüringen verärgert den Landrat des Eichsfeldkreises, Werner Henning. Der Christdemokrat befürchtet eine von der Erfurter Landesregierung erzwungene Fusion mit dem Nachbarkreis Nordhausen. Bevor das passiere, werde er den Gedanken eines Zusammengehens mit dem Altkreis Duderstadt aufgreifen, so Henning gegenüber dem Tageblatt.

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Quelle: Warmuth/dpa (Symbolbild)

Heiligenstadt. Auch eine Lösung „in Göttinger Konstruktionen“ sei für ihn denkbar, bestätigt er entsprechende Medienberichte. Unter anderem hatten die Thüringer Allgemeine und Die Welt Hennings Drohung mit dem Wechsel nach Niedersachsen veröffentlicht.

Henning ist empört über „so genannte Experten“, die „funktionärshaft“ über Strukturen nachdächten. Derzeit berät eine Kommission der thüringischen Landesregierung über eine Gebietsreform. „Ich denke in historischen, mentalen, volkskirchlichen Kategorien“, macht er seinem Unmut über deren Vorschläge Luft. Er verweist auf die eigene Identität der Eichsfelder und die Besonderheit der weitgehenden Übereinstimmung der Verwaltungsstruktur mit dem historisch gewachsenen Raum Eichsfeld.

Henning erinnert an Überlegungen für eine Vereinigung des Eichsfelds während der Wendezeit. Er habe persönlich im Januar 1990 mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht und Kanzler Helmut Kohl (beide CDU) über solche Fragen gesprochen. Daran werde er anknüpfen, wenn in Thüringen die Identität der Eichsfelder nicht respektiert werde, so Henning.

„Bei der Wiedervereinigung war das akut, aber politisch wäre das heute äußerst schwer umsetzbar“, kommentiert der niedersächsische Landtagsabgeordnete Lothar Koch (CDU) Hennings Äußerungen. „Ein gemeinsames Eichsfeld in Niedersachsen wäre für mich eine Traumkonstellation“ , so Koch, ebenso eine Angliederung des wirtschaftlich gesundes Eichsfeldkreises an den Landkreis Göttingen. Der Duderstädter macht aber deutlich, dass dies eher eine persönliche Wunschvorstellung als politische Realität ist.

Marcel Riethig, Sprecher des Landkreises Göttingen, erklärt, er kenne die Überlegungen aus einem Zeitungsbericht. Auf die Frage, ob es zu irgendeinem Zeitpunkt Kontakte oder Gespräche zum Thema gegeben habe, antwortet er schlicht: Nein.

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