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Gemeinschaftliches Erlebnis an Heiligabend

Duderstadt Gemeinschaftliches Erlebnis an Heiligabend

Gemeinsam statt einsam: Das ist Grundgedanke der Feier, die der Heiligabendkreis jedes Jahr am 24. Dezember ab 15 Uhr im Pfarrheim St. Cyriakus in Duderstadt ausrichtet. Unterstützt wird er in diesem Jahr mit einem Teil der Mittel aus der Weihnachtshilfsaktion „Keiner soll einsam sein“.

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Gerdi Breuksch, Miryam Awuah und Inge Engel (v. li.) vom Heiligabendkreis organisieren eine gemeinschaftliche Weihnachtsfeier.

Quelle: Hinzmann

Duderstadt. Der Duderstädter Schüler Wolfgang Ziehe habe den rund 20 Mitglieder zählenden Kreis vor 39 Jahren mit zwei Mitschülern gegründet, berichtet Gerdi Breuksch, die mit ihrer Tochter Miryam Awuah seit Mitte der 80er-Jahre darin aktiv ist. Der Gymnasiast habe im Tageblatt von der Aktion „Keiner soll einsam sein“ in Göttingen gelesen und etwas Ähnliches in Duderstadt etablieren wollen.

Sieben Besucher seien zur Premiere in den Saal der evangelischen Gemeinde gekommen, die Eltern des Trios hätten Kekse gebacken. „Das hat Wellen geschlagen, von Jahr zu Jahr kamen mehr Besucher“, erzählt Breuksch, parallel dazu sei auch die Zahl der Helfer gewachsen. Weil sich der Saal im ersten Stock befand und auch Rollstuhlfahrer zu den Gästen gezählt hätten, sei die Entscheidung gefallen, das Treffen ins rollstuhlgerechte katholische Pfarrheim zu verlagern.

„In der Spitze kamen 120 Gäste, mittlerweile hat es sich auf 70 bis 80 eingependelt“, erzählt die 64-Jährige. Viele seien Stammbesucher, es kämen aber immer auch neue Gesichter. „Wichtig ist, dass sich die Gäste unterhalten können und gemeinsam klassische Weihnachtslieder singen“, betont die Duderstädterin.

Beginn mit dem Licht von Bethlehem

Zu Beginn brächten Pfadfinder das Licht von Bethlehem, dann stimmten alle Teilnehmer das Lied „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ an. Nach der Begrüßung durch Awuah werde das Lukas-Evangelium vorgetragen, bevor es das Kaffee-Gedeck mit Torte gebe. Es folgten kurze Gedichte und Geschichten, die zumeist von Mitgliedern des Kreises, aber auch Gästen vorgetragen würden. Durch persönliche Kontakte kämen auch noch andere Beiträge dazu. Nach der Bescherung ende das Treffen.

„Wir haben an einem Heiligabend vor der Kirche einen Obdachlosen aufgesammelt, dem wir abends noch eine Schlafstelle vermittelten“, erzählt Breuksch von einer besonderen Begebenheit. Ihre Tochter erinnert sich an ein Krippenspiel mit Kindern aus sechs Nationen und vier Weltreligionen.

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten

Bei der Vorbereitung gelte die Devise: Nach Weihnachten ist vor Weihnachten. „Wenn das Weihnachtspapier nach dem Fest reduziert es, kaufen wir es und lagern es ein“, berichtet Awuah. Außerdem gebe es kurz nach dem Fest eine Nachbesprechung. Geplant werden müssten die Sommerfahrt und das Sommerfest.

Umfangreicher sei die Vorbereitung für die Heiligabendfeier. Die heiße praktische Phase beginne am 22. Dezember mit dem Schmücken des Baums, dem Eindecken, dem Abholen des Krippe und einigem mehr.

Erbsensuppe für den guten Zweck

Unterstützung erhalte der Kreis in diesem Jahr erstmals auch durch die neu ins Leben gerufene Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“. Prominente aus der Region wollen am Sonnabend, 28. Oktober, von 10 bis 13 Uhr vor dem Duderstädter Rathaus Erbsensuppe mit Würstchen für den guten Zweck ausschenken. Erlöse und Spenden sollen dazu dienen, Einsamkeit und Armut in der Region zu lindern.

Der Heiligabendkreis möchte seinen Anteil für die Ausrichtung der Heiligabendfeier im katholischen Pfarrheim nutzen. „Wir werden davon unter anderem Mandarinen, Kuchen, Süßigkeiten, Nüsse und Geschenke kaufen“, konkretisiert Awuah. Mitglieder des Heiligabendkreises wollen beim Abräumen der Tische helfen. Im kommenden Jahr feiert der Kreis sein 40-jähriges Bestehen. Angedacht sei eine Kaffeefahrt mit den Gästen in den Märchengrund nach Bad Sachsa und ein Treffen mit ehemaligen Helfern im Pfarrzentrum, erläutert Breuksch die Pläne.

Von Axel Artmann

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