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Gotteshaus bekommt neue Heizung

Nach Wasserschaden Gotteshaus bekommt neue Heizung

Wieder warm und trocken soll es in der katholischen Kirche Bilshausens in der Weihnachtszeit sein. Das Gotteshaus hat eine neue Ölheizung bekommen. Zudem wird zurzeit der Kirchensockel in einem zweiten Bauabschnitt erneuert und gegen eindringende Feuchtigkeit abgedichtet.

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Baustelle Kirchenvorplatz: Pfarrer Michael Lerche (links) und Karl-Friedrich Kreis.

Quelle: Tietzek

Auslöser für die Arbeiten war ein Rohrbruch während der Frostperiode im Januar. Über Nacht liefen Heizungskeller und Sakristei voll, das Wasser stand eineinhalb Meter hoch.

Wie der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Karl-Friedrich Kreis, berichtet, handelt es sich jetzt bereits um die dritte Heizungsanlage. Für die 1780 bis 1783 errichtete Kirche sei 1962 ein separater Kellerraum unter dem Kirchenvorplatz angelegt worden, um dort eine Heizung einzubauen und um die Sakristei zu vergrößern. Der Heizungskeller ist nur durch zwei Lüfungsschächte mit der Kirche verbunden, die das Gotteshaus im Umluftverfahren heizen. Eine Versorgung mit Wärme aus der örtlichen Biogasanlage ist nicht möglich, da das geplante Nahwärmenetz für Bilshausen vorerst ausgesetzt wurde: Die Zahl der Interessenten hat für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausgereicht.

Auf Felsen gebaut

Feuchtigkeitsprobleme gab es auch schon vor dem Rohrbruch. Wie die Gieboldehäuser Kirche und weitere Kirchen in der Region steht die St. Cosmas- und Damian-Kirche in Bilshausen auf einem Sandsteinfelsen. Zwischen Felsen und Fundament staute sich immer wieder das Wasser. Die Feuchtigkeit stieg den Sandsteinsockel hoch, an der porösen Oberfläche kam es zu Salpeter-Ausblühungen.

Deshalb wurde jetzt nicht nur der Heizungskeller, sondern auch der zuletzt vor 30 Jahren sanierte Kirchensockel von einer Hattorfer Firma zunächst halbseitig erneuert, abgedichtet und erstmals mit Drainagen versehen. Dafür wurde der Sockel bis zum Felsen in 2,50 Meter Tiefe freigelegt. Die Finanzierung ist ein Kraftakt für die Kirchengemeinde, die bereits einen barrierefreien Zugang zur Kirche geschaffen hat. Allein der Sockel schlägt mit rund 70 000 Euro zu Buche, Keller mit Heizung ebenfalls.

Immerhin kann die Gemeinde neben Pfarrfest-Erlösen und Versicherungsanteil auf Hildesheim bauen. Das wird auch künftig so sein, da die Bilshäuser Kirche als unentbehrlich eingestuft wurde und damit von den Sparplänen des Bistums ausgenommen ist. Pfarrer Michael Lerche geht davon aus, dass die Arbeiten bis zur Adventszeit abgeschlossen werden können.

Von Kuno Mahnkopf

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