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Grenzschützer-Skulptur enthüllt

Duderstadt Grenzschützer-Skulptur enthüllt

Die Skulptur „Grenzschützer“ vervollständigt die Grenzbrunnen­trilogie des Bildhauers Karl-Henning Seemann in der Marktstraße in Duderstadt. Am Donnerstag wurde das Kunstwerk, das zwei Grenzbeamte zeigt, die einander angucken, auf dem Herwig-Bönig-Platz enthüllt.

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Auf dem Herwig-Bönig-Platz erinnert die Skulptur „Grenzschützer“ an die Zeit der innerdeutschen Teilung.

Quelle: Soeren Kracht

Duderstadt. „Duderstadt hat seit Jahrzehnten den Anspruch eine Stadt des Brückenschlagens zu sein“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Dies solle nicht nur im Eichsfeld der Fall sein, sondern für alle gelten, die unter der innerdeutschen Teilung gelitten haben. Deshalb gebe es vor der Hollenbach-Stiftung auch den Stein mit der Aufschrift „Nie geteilt“. Dieser stelle dar, dass man sich in Duderstadt mit der Trennung des Eichsfelds nicht abfinden wollte, auch wenn Ost und West sich zu dieser Zeit unversöhnlich gegenüber standen. Mit den Skulpturen von Seemann sei das Wunder der Grenzöffnung und der Wiedervereinigung künstlerisch verarbeitet worden. „Zusammen mit dem Stein haben wir jetzt an vier Stellen der Stadt Kunst, die an die innerdeutsche Geschichte erinnert“, sagte Nolte. Das jetzt enthüllte Denkmal zeige die Situation in Deutschland während der Teilung, als Menschen aus Ost und West den jeweils anderen Teil Deutschlands nur durch einen Zaun hinweg betrachten konnten – und sich zum Teil auch kritisch gegenseitig beobachtet haben. Die Stahlleiste des Brunnens solle an die rauschende Brehme erinnern.

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Die Skulptur „Grenzschützer“ vervollständigt die Grenzbrunnen­trilogie des Bildhauers Karl-Henning Seemann in der Marktstraße in Duderstadt. Das Kunstwerk, das zwei Grenzbeamte zeigt, die einander angucken, wurde auf dem Herwig-Bönig-Platz enthüllt.

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Wer vom Herwig-Bönig-Platz die Marktstraße hinuntergeht, entdecke vor der Bäckerei Hermann, ehemals Risse, den zerfallenen Grenzpfahl. „Dieser steht dafür, dass in die Teilung Deutschlands Bewegung gekommen ist“, berichtete Nolte. Der Grenzpfahlbrunnen wurde 1996 als zweiter Teil der jetzigen Brunnentrilogie aufgestellt. Bereits zwei Jahre zuvor fand der Wiedervereinigungsbrunnen in der Nähe der St. Servatius-Kirche seinen Platz. Seine Aufstellung erfolgte während der Landesausstellung Natur im Städtebau. Bei dieser ersten Seemann-Skulptur bewegen sich ein Mann und eine Frau aufeinander zu. „Somit haben wir von dem Stein ausgehend entlang der Marktstraße den Weg der innerdeutschen Geschichte von der Teilung bis zur Wiedervereinigung dargestellt“, erläuterte Nolte. Aus seiner Sicht zeige der Wiedervereinigungsbrunnen die Ist-Situation, in der die Menschen aus beiden Teilen Deutschlands sich noch aufeinander zu bewegen würden. „Eigentlich müssten wir später auch die vollendete Wiedervereinigung noch in einem fünften Denkmal darstellen“, sagte der Bürgermeister. Für Hermann Tallau, Vorsitzender des Förderkreises für Denkmal- und Stadtbildpflege in Duderstadt, hat die Stadt durch die Darstellung der innerdeutschen Geschichte ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.

Hermann Tallau, Wolfgang Nolte und Martin Kröger vor der neuen Skulptur

Hermann Tallau, Wolfgang Nolte und Martin Kröger vor der neuen Skulptur

Quelle: Soeren Kracht

Bevor der Grenzschützerbrunnen von Nolte, Tallau und Bundespolizei-Abteilungsführer Martin Kröger enthüllt wurde, erinnerte der Bürgermeister auch noch einmal an das Niedersachsenross, das bis vor wenigen Tagen seinen Platz auf dem Herwig-Bönig-Platz hatte. Es steht jetzt an der Ecke Bahnhofstraße/Sachsenring. „Dort soll es lange stehen bleiben.“ Die Enthüllung bildete gleichzeitig den Vorauftakt des „Denkmal!Kunst – KunstDenkmal! Festivals. Am Donnerstag wurden auch bereits die beiden Ausstellungen „(Er)-Lebensraum Denkmal“ im Heimatmuseum und „Duderstädter Fachwerk – Schönheiten Außen und Innen“ im Westerturm-Ensemble eröffnet. Bis zum Sonntag, 8. Oktober wird es zahlreiche Veranstaltungen in Fachwerkhäusern geben.

Von Vera Wölk

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