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Grünes Licht für Ganztagsschulen

Kehrtwende Grünes Licht für Ganztagsschulen

Der Rat der Samtgemeinde Gieboldehausen macht den Weg frei für offene Ganztagsschulen. Auch für integrative Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Bedarf sind die Signale von rot auf grün gestellt: Einstimmig ist der Rat dem Votum des Schulausschusses gefolgt und hat Anträge der SPD/UW-Fraktion gebilligt.

Sichtlich erfreut ist SPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Dierkes darüber, dass die CDU-Mehrheit ihre Zweifel überwunden und eine Kehrtwende vollzogen hat: „So weit hätten wir allerdings schon vor einem Jahr sein können.“ Damals waren beide Anträge von der CDU noch abgelehnt worden.

Anders als im Verwaltungsvorschlag vor einem Jahr umfasst der aktuelle Beschluss zu den Ganztagsschulen alle fünf Grundschulen im Samtgemeindebereich. Dierkes betont, dass es sich um eine sinnvolle Option, aber keine Verpflichtung für die Schulen handele.

Bedarf muss da sein

„Die Initiative muss aus den Schulen kommen, die Samtgemeinde als Schulträger wird entsprechende Anträge positiv begleiten“, meint auch CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Leineweber: „Alle Schulen sind aufgerufen, offene Ganztagsschulen einzurichten, wenn sie es wollen.“ Dazu gehörten die Zustimmung des Elternrates und der Gesamtkonferenz, Klärung der Mittagsversorgung und pädagogische Konzepte. Und es müsse auch Bedarf signalisiert werden.

An dem gibt es nach wie vor Zweifel an den Schulen. „Das Interesse der Schulen ist zum Teil größer als das der Eltern“, meint Gieboldehausens Grundschulleiter Ulrich Haase. Die Kinder seien häufig erschöpft nach dem Unterricht, gibt Haase zudem zu bedenken. Den Eltern gehe es in erster Linie um Versorgung und Hausaufgabenbetreuung. Schulleiter Frank Priemer erinnert daran, dass die Nachmittagsbetreuung in Bilshausen bislang mangels Bedarfs gescheitert sei. Dierkes führt das auf die Kosten für die Eltern zurück. Bei einer offenen Ganztagsschule werde das anders aussehen.

Weiße Flecken im Altkreis

Der SPD-Politiker verweist auf die steigende Zahl offener Ganztagsschulen im Landkreis und die weißen Flecken vor allem im Altkreis Duderstadt. „Es geht nicht darum, dass wir nicht willig sind“, sagt Priemer und begrüßt den Vorstoß: „Wir haben zurzeit aber andere Probleme, da wir zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen.“ Von einer konstanten Nachfrage an der Rhumspringer Schule, wo die Eltern seit drei Jahren für vom Sportverein unterstützte Nachmittagsangebote einschließlich Verköstigung zahlen, berichtet Willi Ballhausen: „Es gibt kein Modell, dass man verallgemeinern könnte.“

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Sonderpädagogik

Regionale Integrationskonzepte sollen die sonderpädagogische Förderung von Schülern im Land Niedersachsen steuern. Über ein solches Konzept für die Grundschulen ist in der Samtgemeinde Gieboldehausen schon viel diskutiert worden. Bislang ist die Forderung der SPD/UW-Fraktion bei der CDU-Mehrheit und bei den Schulleitungen auf Ablehnung gestoßen.

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