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Grüße aus Duderstadt auf Moskaus Straßen

Lautenbach-Bus mit russischem Kennzeichen Grüße aus Duderstadt auf Moskaus Straßen

„Eichsfelder trifft man überall“. Unwillkürlich mussten Christel und Horst Künstler fern der Heimat zunächst an dieses Sprichwort denken. In Moskau fiel dem Ehepaar aus Rhumspringe ein Omnibus mit einem Bezug zur Heimat ins Auge – allerdings auf einem Reisebus mit russischem Kennzeichen: „Lautenbach grüßt aus dem schönen Duderstadt“ stand auf dem Heck des Fahrzeugs.

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Mit dem Handy im Bild festgehalten: der Lautenbach-Bus mit russischem Kennzeichen.

Quelle: Künstler

„Wir waren völlig verblüfft“, beschreibt Horst Künstler die Begegnung mit dem „Lautenbach-Bus“. „Kaum waren wir von einer Fluss-Kreuzfahrt von St. Petersburg aus in Moskau eingetroffen, schon wurden wir in der Nähe des Hafens aus dem schönen Duderstadt gegrüßt“, schmunzelt der Eichsfelder. Den vorbeifahrenden Bus mit dem gelben Westerturm als Werbemännchen hätten sie wenig später bei einem Spaziergang auf einem Parkplatz abgestellt und ohne Fahrer wiederentdeckt. „Auf dem Handy habe ich ein Bild“ meldete sich der ehemalige Inhaber des Unternehmens Baustoffe-Jacobi jetzt nach der Russland-Reise in der Tageblatt-Redaktion.

Wie kommt ein Bus der Firma Lautenbach nach Russland? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage, die sich auch Christel und Horst Künstler stellen, ist der Chef des Omnibusbetriebs Lautenbach in Duderstadt der erste Ansprechpartner. Wolfgang Lautenbach gibt sich hierbei wenig überrascht: „Hinterm Ural und auch anderswo laufen ehemalige Busse von uns“, berichtet der Duderstädter.

Omnibusse jener Baureihe wie jetzt in Moskau seien vor zirka acht bis zehn Jahren von russischen Abnehmern aufgekauft worden. „Es ist durchaus üblich, dass ältere Busse den Besitzer wechseln, und viele inzwischen in Osteuropa laufen“, erläutert Lautenbach. Im Gegensatz zu früher würden die Fahrzeuge neuerdings abgetakelt, das heißt, die Schriftzüge und Firmenembleme entfernt, so dass eine Zuordnung auf das „frühere Leben“ nicht so leicht nachzuvollziehen sei. Auch im Internet werden gebrauchte Busse lebhaft angeboten, wie sich auf zahlreichen Seiten nachvollziehen lässt.

Mit den Abgasnormen in Westeuropa hänge der Verkauf der Busse zusammen, so Lautenbach. „Wenn ich heute einen Bus nach London oder Venedig schicke, und er hat nicht die entsprechende Umweltplakette, dann bin ich von vornherein mindestens 140 Euro an Strafe los“, sagt der Busunternehmer, der schon von verschiedenen Seiten immer wieder Hinweise über den Verbleib seiner Fahrzeuge bekommt. Einen seiner ehemaligen Busse habe er neulich im Fernsehen durchs Bild fahren sehen, berichtet Lautenbach – bei der Berichterstattung über die Kriegswirren in Afghanistan.

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