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Gute Chancen für Gesamtschulpläne

Antrag für Gieboldehausen Gute Chancen für Gesamtschulpläne

Die Entscheidung über die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule in Gieboldehausen wird „in allernächster Zeit“ fallen. Das kündigt Duderstadts Landtagsabgeordneter Lothar Koch (CDU) auf Nachfrage an. Aktuell prüft die Landesschulbehörde den entsprechenden Antrag des Landkreises Göttingen.

Gefragt, ob der Antrag Erfolg haben wird, formuliert Koch vorsichtig: „Ich gehe davon aus, dass er genehmigungsfähig sein könnte.“ Als Abgeordneter will er sich angesichts strenger Prüfung der Gesamtschulanträge durch die Landesregierung nicht festlegen. Nur wenige Anträge landesweit haben bislang einen positiven Bescheid bekommen. Und seine persönliche Einschätzung? „Es sieht so aus, dass die KGS für Gieboldehausen kommt“, wird der Langenhäger mit der Erfahrung und den guten Kontakten eines langjährigen Kultuspolitikers deutlicher.

Die offizielle Zurückhaltung Kochs ist nachvollziehbar. Nach Tageblatt-Informationen gibt es zwischen Schulbehörde und Landkreis unterschiedliche Interpretationen der Zahlen der jüngsten Elternbefragung. Zwar hat eine ausreichende Zahl von Eltern Bedarf für eine KGS signalisiert. Knackpunkt ist jedoch die Prognose, wie viele der möglichen KGS-Schüler den gymnasialen Zweig wählen würden. 54 Schüler, zwei Klassen, müssten es sein. Ob das erreicht wird, da rechnen Landkreis und Schulbehörde mit unterschiedlichen Werten.

Diesen Rechenmodellen der Verwaltungen setzt der Politiker Koch „den eindeutigen Beschluss des Schulträgers, die klare politische Haltung der Samtgemeinde und den unübersehbaren Willen der Eltern“ entgegen. Darauf gründet er seine Gewissheit, dass es grünes Licht für die KGS im Flecken geben wird.

Dabei bleibt er, auch wenn er auf die möglichen Auswirkungen einer KGS in Gieboldehausen auf andere Bildungseinrichtungen in der Region angesprochen wird. Das Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt wäre mittelbar betroffen. „Klar ist: Wir müssen die Qualität dieses Hauses auch in Zukunft halten“, entgegnet darauf Koch. Jeder Gieboldehäuser könne sich auch künftig für das EGD ab Klasse fünf entscheiden, stellt er klar. Und Schüler, die zunächst die KGS besuchten, sollten ihre Schullaufbahn nach Klasse zehn am EGD fortsetzen, macht er deutlich. Komplex ist die Gesamtschuldiskussion in der Region auch durch die Pläne des Bistums Hildesheim, die Duderstädter St.-Ursula-Schule in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) umzuwandeln. Dazu sagt Koch: „Wenn das Bistum eine IGS anstrebt, steht ihm das frei.“ Sollte das beim Landkreis beantragt werden, sehe er dafür zwar keine Mehrheit im Kreistag. Aber: „Wie ich gelesen habe, will St. Ursula dann als private Schule starten. Dieses Recht hat das Bistum.“

Mit Blick auf diese Gemengelage erklärt Koch: Er richte seine Einschätzung nicht daran aus, wer welche Vorteile habe. „Es geht nur um die Einräumung von Rechten. Rechte, wie sie das Schulgesetz bietet und wie die Eltern sie wünschen.“ Der Elternwille gelte uneingeschränkt, schließt Koch.

Von Ulrich Lottmann

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