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Hälfte der Kinder kommt aus Hartz-IV-Familien

Kindergarten St. Klaus wird Familienzentrum Hälfte der Kinder kommt aus Hartz-IV-Familien

Nach den beiden Gieboldehäuser Kindertagesstätten darf sich nun auch der Duderstädter Kindergarten St. Klaus Familienzentrum nennen. Als Naht- und Anlaufstelle für Familien hat der katholische Kindergarten in der Leddergasse bereits viel Vorarbeit geleistet, die jetzt mit Zuschüssen von Land und Landkreis unterstützt wird. Neben Gieboldehausen und Duderstadt gibt es noch fünf Standorte im Kreis Göttingen, die in das Modellprojekt aufgenommen wurden.

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Nicht nur Kinder brauchen Förderung: Kindertagesstätten werden zur Drehscheibe familienpolitischen Engagements.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. „Gib den Kindern ihren Platz“, sangen Kinder bei der Einweihung mit Propst Bernd Galluschke und Landrat Bernhard Reuter (SPD). Das geht nur unter Einbezug aller Akteure – und da steht an erster Stelle die Familie. Familienzentren sollen unterschiedliche Bildungs-, Beratungs- und Förderangebote bündeln und vernetzen, Erziehungskompetenz stärken und Kooperationspartner einbeziehen.

„Die Kindertagesstätte ist die Spinne im Netz“, pointiert Reuter. Gezielte Hilfe für Familien, die sie nötig haben, sollte da ansetzen, wo die Kinder sind.  Die Kirche unterstütze das, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, sagt Galluschke.

In der Kindertagesstätte in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Cyriakus werden 100 Kinder in vier Gruppen – darunter eine Ganztagsgruppe  – von zehn pädagogischen Mitarbeitern betreut. Rund die Hälfte der Familien, deren Kinder die Einrichtung besuchen, ist derzeit auf Hartz IV angewiesen, 17 Familien haben  einen Migrationshintergrund. „Es ist uns wichtig, Familien in Belastungssituationen zu helfen“, betont St.-Klaus-Leiterin Marita Eckermann.

Dass die Belastungen von Familien und Alleinerziehenden durch demografischen Wandel, ökonomische Verwerfungen und Zeitgeist zunehmen, hebt Reuter hervor und blickt dabei auch nach vorne: „Die Unterstützung muss so früh wie möglich beginnen. Wir können es uns nicht leisten, junge Menschen zu verlieren und müssen schon aus ureigenem ökonomischen Interesse in Kinder investieren – auch wenn das etwas herzlos klingt.“

Um die Verbesserung des Wohlergehens und der Lebensqualität von „Menschen, die sich mit dem Leben schwer tun“, geht es Galluschke, der 20 Jahre lang an sozialen Brennpunkten gearbeitet hat, bevor er nach Duderstadt kam. Und auch im ländlichen Raum ist „die Welt nicht immer so schön, wie man sie gerne hätte“, merkt Reuter an.

Über das bereits seit drei Jahren bestehende Elterncafé, die Kooperation mit Caritas-Beratungsdiensten und Therapeuten, vorhandene Nachbarschafts- und generationsübergreifende Projekte hinaus will Eckermann jetzt weitere Angebote für die gesamte Familie schaffen. Die Palette reicht von Spielnachmittagen über gemeinsam gestaltete Kochkurse und Mahlzeiten bis zur Vermittlung von Sprachkursen und Bildungsangeboten.

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