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Hallenbad Duderstadt bleibt in Warteschleife

Sanierungsbedürftig Hallenbad Duderstadt bleibt in Warteschleife

Die Zukunft des sanierungsbedürftigen Duderstädter Hallenbades bleibt ungewiss, die Suche nach einer Lösung geht weiter. Der Aufsichtsrat der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) hat noch keine Grundsatzentscheidung getroffen und will sich am 27. Januar erneut mit dem Thema befassen.

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Hallenbad-Vorstand: Markus Kuhlman, Geschäftsführer EEW, EWB und EBB, Sascha Baumann, kaufmännischer Leiterm und Bernward Schütte, technischer Leiter (v. l.)

Quelle: Wenzel

Duderstadt. Das sei komplex, viele ungeklärte Fragen würden sich im Wesentlichen um die Finanzen drehen, sagt EWB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann. Bekräftigt habe der Aufsichtsrat lediglich, dass das Schwimmsportangebot in Duderstadt erhalten bleiben müsse. Wenig Hoffnung aufkeimen lässt nach Technik- und Betongutachten die Potenzialanalyse, die in der konstituierenden Sitzung des Gremiums nach der Kommunalwahl vorgestellt wurde. „Das Schulschwimmen ist rückläufig, das Vereinsschwimmen eingebrochen“ fasst Kuhlmann Kernpunkte zusammen: „Defizitär sind alle öffentlichen Bäder. Wir bräuchten aber weitere 20 000 Besucher pro Saison, um wenigstens die Fixkosten für Personal und Mindest-Instandhaltung abdecken zu können.“

Auch Erweiterungs- und Nutzungsmöglichkeiten sind beschränkt, der Grat zwischen zwischen Seniorenschwimmen und Aquafitness ist eng, Interessenkonflikte sind nicht zu vermeiden, da es nur ein Becken gibt. „Die Sportschwimmer wollen kälteres Wasser, andere vermissen den abgeschafften Warmbadetag“, sagt Kuhlmann. Es gebe Alternativen im Umland, ein weiteres Sauna- oder Wellnessangebot als Einnahmequelle zu schaffen, sei schwierig. Und bei einer einfachen Sanierung im Bestand bezweifelt er, dass sich die Besucherzahl gravierend ändert.

Eine wichtige Rolle spiele der Landkreis Göttingen, der in die Schwimmhallen in Gieboldehausen und Adelebsen investiert habe. Das Duderstädter Hallenbad werde auch als Schulschwimmhalle genutzt und liege mitten im Schulzentrum des Kreises, der bei allen baulichen Veränderungen an Bord zu holen sei, sagt Kuhlmann. Alle Zuschussanträge, die die Stadt Duderstadt für das Hallenbad auf den Weg gebracht hat - von der Sportstättenförderung des Kreises bis zum kommunalen Sanierungsprogramm des Bundes - sind nicht berücksichtigt worden.

Mehr Spielraum gibt es für das Freibad. Zur Aufrechterhaltung des Betriebs und Attraktivitätssteigerung habe der Aufsichtsrat weitere Mittel freigegeben, sagt Kuhlmann:.„Es gibt eine Liste unter Berücksichtigung von Besucherwünschen, die von Renaturierung der Liegewiese bis zu Investitionen im Nichtschwimmerbereich reicht.“

SPD fordert Übertragung an die Stadt

Um das Hallenbad langfristig zu sichern, fordert die Duderstädter SPD eine Übertragung an die Stadt. Einen Betrag von mehreren Millionen Euro für die Sanierung könne die EWB nicht alleine tragen, sagt Fraktionsvorsitzende Doris Glahn, die die Stadt in der Pflicht sieht. Ein kommunaler Träger habe auch weitaus bessere Möglichkeiten, Fördergelder einzuwerben und günstige Kreditkonditionen zu erhalten. Nach dem Eigentümerwechsel müssten Investitionen im Etat der Stadt eingeplant werden, um die dringendsten Sanierungsmaßnahmen umzusetzen und für die nächsten Jahre den Betrieb sicherzustellen. Dafür solle die EWB-Tochter EBB verantwortlich bleiben – ebenso für das Freibad. Eine weitere Forderung der SPD ist der „unverzügliche Beginn der Planungen für eine zukunftsfähige Freizeit- und Bäderlandschaft für die nächsten Jahrzehnte unter Einbeziehung der nun zur Genüge vorliegenden Gutachten“. Dem EWB-Aufsichtsratsvorsitzenden und Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) wirft Glahn Entschlusslosigkeit vor. Seit Jahren würden Dividenden an die Gesellschafter ausgeschüttet, eine politische Entscheidung zur Zukunft der Bäder aber immer wieder verschleppt, verzögert und vertagt.

Nolte verweist auf das einmütige Bekenntnis von Stadt- und Aufsichtsrat zu den Bädern und in der Vergangenheit getätigte Investitionen: „Bis zur Aufsichtsratssitzung im Januar, in der es nach sorgfältiger Vorbereitung durch die EWB-Geschäftsführung voraussichtlich zu weiteren verbindlichen Entscheidungen kommen wird, sollte man von Schuldzuweisungen absehen, da alle Entscheidungen auch die finanzielle Absicherung brauchen sowie Förderung durch Land und Kreis.“

Neue Gesichter
 im Aufsichtsrat
Vier Kommunen vertreten: Von den 17 Mitgliedern des EWB-Aufsichtsrates sind nach Angaben von Geschäftsführer Markus Kuhlmann nach der Kommunalwahl sechs neu in das Gremium entsandt worden. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) wurde für weitere fünf Jahre als Vorsitzender bestätigt. Neben den Bürgermeistern der Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen sowie der Gemeinde Katlenburg-Lindau sind zehn Ratsmitglieder aus Duderstadt, zwei aus der Samtgemeinde Gieboldehausen und ein Betriebsratsmitglied in dem Gremium vertreten. Im Aufsichtsrat der EEW (Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs-GmbH) kommen noch drei Vertreter von Harz Energie hinzu. Duderstadt hält 75,01 Prozent der EWB-Geschäftsanteile, Gieboldehausen 18,37 Prozent, Radolfshausen 3,82 Prozent und Katlenburg-Lindau 2,8 Prozent. ku
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