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15 Jahre für ein 50-Millionen-Projekt

Duderstadt 15 Jahre für ein 50-Millionen-Projekt

Seit Hans Georg Näder seinen Masterplan zur Umgestaltung des Bereichs rund um den Schützenplatz bekannt gegeben hat, sind die Diskussionen darüber in der Stadt, im Eichsfeld und darüber hinaus nicht abgebrochen. In den kommenden 15 Jahren könnte, sofern sich der Rat der Stadt Duderstadt dafür entscheidet, Stadtentwicklung im großen Stil betrieben werden.

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Quelle: ne

Duderstadt. Von Investitionen jenseits der 50 Millionen ist die Rede - und darin sind noch nicht die Firmenaktivitäten, die Ideen zur Umgestaltung des Krankenhauses St. Martini und die Erweiterung des Tabaluga-Hauses inbegriffen.

Das Besondere am  Projekt "Talwiese / Ziegeleien" sei dabei nicht nur die Größenordnung, erklärte der mit der Planung beauftragte Architekt Michael Schmutzer am Dienstag, sondern vor allem seine Geschlossenheit. Der Masterplan könne, so hatte es auch der Ottobock-Chef deutlich gemacht, nur im Ganzen umgesetzt werden. In Zahlen bedeutet dies:

  • Mit einer Stimme, also möglichst gemeinsam soll das Projekt umgesetzt werden, darauf hat Hans Georg Näder immer wieder verwiesen. "Futuring Duderstadt" sei ein Vorhaben für die ganze Stadt, aber auch eines mit der ganzen Stadt.
  • Die Attraktivität des Standorts Ziegelei hängt unter anderem vom Bau der Ortsumgehung in Richtung Thüringen ab. Die zweite Abfahrt nach Duderstadt außer dem Breiten Anger wäre dann die zum neuen Masterplan-Gebiet - und damit ein "Tor zur Stadt", wie Architekt Schmutzer betont.
  • 2,5 bis 3 Hektar groß soll der See werden, der im zukünftigen Naherholungsgebiet liegen soll. Architekt Schmutzer stellt ihn sich mit Einbuchtungen und angrenzender Begrünung vor, sodass einzelne Nischen und ein natürliches Aussehen entstehen. Angrenzend sollen sich Bootsverleih, Café, Steg und Biergarten befinden.
  • 3 Hektar: Auf dieser Fläche könnte Wohnbebauung im Bereich der Ziegelei Bernhard entstehen.
  • Auf 15 Jahre ist der Masterplan "Futuring Duderstadt" angelegt.
  • 20 Hektar groß ist das Gelände der Ziegelei Bernhard, auf dem aktuell nicht produziert wird. Dort sollen Wohneinheiten entstehen, es gibt aber auch Überlegungen für einen Tennis-Court, ein Parkhaus und einen Funsport-Bereich sowie eine Co-Working-Area.
  • 50 Millionen Euro dürfte das Projekt mindestens kosten, es könnten aber ebensogut 100 Millionen werden, erklärt Schmutzer. In diesem frühen Stadium der Planung lasse sich nicht seriös beziffern, was das Vorhaben - im Falle seiner Umsetzung - kosten wird. Gewiss sei nur, es handele sich um eine hohe Summe. Und: "Hans Georg Näder könnte sein Geld auch andernorts anlegen."
  • 60 bis 90 Zimmer sollen sich in dem zukünftigen Hotel am Schützenplatz befinden. Vorgesehen sei ein Haus mit der Kategorie Drei Sterne Plus, das unter anderem von Besuchern der Veranstaltungen im HGN Cube genutzt werden soll, so Schmutzer. Wie alles im Masterplan beziehe sich also ein Punkt auf den nächsten: Hotel auf Veranstaltungszentrum, Cube - als Attraktion - auf die Wohnbebauuung, Brauerei auf Cube, See auf Brauerei und so weiter.
  • 300 Quadratmeter groß soll der Schankraum sein, der mit transparenten Wänden der Brauerei vorgeschaltet werden soll. Gäste sollen dort die Produktion in der Brauerei beobachten können, zugleich aber soll der Schankraum auch zum Feiern genutzt werden können - unter anderem von den Schützen der Schützengesellschaft Duderstadt.
  • 2000 Quadratmeter groß soll die Grundfläche des Brauerei-Neubaus etwa werden. "Heimatliebe" entsteht derzeit im Keller des Hotels Zum Löwen. Dort sind die Grenzen der Kapazität erreicht, daher ist ein Neubau zwingend notwendig. Laut Masterplan soll er sich an der Brooklyn Brewery, einer Craft-Beer-Brauerei, orientieren. Wie Schmutzer und Karsten Ley von Ottobock sagen, soll dieses Vorhaben als erstes umgesetzt werden.
  • 2000 Parkplätze werden nötig sein, kommt es zur Umsetzung des Plans. Die bestehenden im Bereich August-Werner-Allee sollen dabei, geht es nach den Plänen Näders, weichen.
  • 2017 : Der Rat der Stadt Duderstadt inklusive seiner Fachausschüsse hat darüber zu entscheiden, ob der Masterplan "Futuring Duderstadt" umgesetzt werden soll.
  • 2021 : Zu Hans Georg Näders 60. Geburtstag will der Ottobock-Chef der Stadt den HGN Cube, das Veranstaltungzentrum, schenken.
  • 2032 : Bis zu diesem Jahr soll, bei grünem Licht aller beteiligten Parteien, alles stehen: Diesen Zeitrahmen haben sich Hans Georg Näder und Architekt Schmutzer als groben Zeitplan für den Masterplan "Futuring Duderstadt" gesetzt. In dieser Zeit sollen die einzelnen Bestandteile des Bauvorhabens umgesetzt werden.
  • 3600 Quadratmeter Grundfäche könnte das Veranstaltungszentrum, der HGN Cube, eines Tages haben. Damit würde er rund 6000 Personen fassen. Konzerte mittlerer Größe will Näder darin ebenso realisieren wie Sportveranstaltungen und Messen. Der Clou: Ein Dach, das sich öffnen lassen soll, ermögliche eine wetterunabhängige Nutzung.
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