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Hegeschau der Jägerschaft Duderstadt

Schäden verhindern Hegeschau der Jägerschaft Duderstadt

Die Jägerschaften im Landkreis Göttingen haben im abgelaufenen Jagdjahr mit 3274 Stück die bislang größte Schwarzwildstrecke verzeichnet. Diese Zahl nannte Kreisjägermeister Alfred Ballhausen während der Hegeschau der Jägerschaft Duderstadt im Gasthaus Kellner in Westerode.

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Begrüßt Teilnehmer der Hegeschau : Hans-Georg Kracht, erster Vorsitzender der Jägerschaft Duderstadt.

Quelle: EF

Westerode. Landkreisweit ist die Schwarzwildstrecke um 64,6 Prozent angestiegen: Mit 87,3 Prozent auf 427 Stück war der Zuwachs im Bereich der Jägerschaft Duderstadt am größten. Die Ergebnisse zeigten, dass Schwarzwild auch künftig „anhaltend und intensiv – besonders noch stärker in der Jugendklasse – bejagt werden muss.“ Ziel sei, ökonomische und ökologische Schäden wie Schweinepest, Wildschäden und Verkehrsunfälle zu vermeiden oder zumindest zu verringern, betonte Ballhausen.

Das Rehwild bezeichnete er als die Wildart, „die uns, mit Ausnahme des verunfallten Wildes, die wenigsten Sorgen bereitet“. Mit leichten Schwankungen seien die Jagdstrecken in den vergangenen drei Jahrzehnten weitgehend beständig geblieben oder noch angestiegen.

Ortlepp

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Hasen würden nur in wenigen Revieren gejagt. Immer größere Monokulturen und die Reduktion auf wenige Anbaufrüchte beeinträchtigen deren Lebensraum und hätten maßgeblich zum Streckenrückgang in den vergangenen drei Jahrzehnten beigetragen. 118 Hasen sind während des abgelaufenen Jagdjahres in der Jägerschaft Duderstadt zur Strecke gekommen, davon 66 als Fallwild insbesondere durch den Straßenverkehr.

Nach einem kontinuierlichen Rückgang der Fuchsstrecke sei diese vom Jagdjahr 2011/12 zum Jagdjahr 2012/13 wieder sprunghaft von 486 auf 710 angestiegen. Bei Dachsen registrierte die Jägerschaft die mit 112 Stück bislang dritthöchste registrierte Strecke.

„Wir müssen die Bevölkerung aufklären"

Weiter stark rückläufig ist dagegen die Zahl erlegter Stockenten – von 306 im vorletzten auf 186 im vergangenen Jagdjahr. Fraglich sei, ob dies tatsächlich auf einen Rückgang des Besatzes zurückzuführen ist oder ob die jagdlichen Aktivitäten nachgelassen hätten.

Berufsjäger Immo Ortlepp aus Wedemark erinnerte in einem Vortrag über Fallenjagd daran, dass jeder, der ein Wildtier in Fallen fangen möchte, zuvor ein Seminar besuchen muss. Wer ohne Seminar in seinem Revier eine Falle aufstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. „Der Jagdschein wackelt dann“, so Ortlepp.

Viele Bürger würden die Fallenjagd ablehnen, da sie diese für „etwas ganz Brutales“ hielten. „Wir müssen die Bevölkerung aufklären, wie man heutzutage Wildtiere in Fallen fängt“, so Ortlepp. Dabei müsse die Öffentlichkeit erfahren, dass die Fallen tierschutz- und waidgerecht und selektiv fangen „und dass sie völlig schmerzfrei sind“.

Da Südniedersachsen zu den Streifgebieten der Wildkatze gehöre, dürften hier keine todfangende, sondern nur lebendfangende Fallen stehen. Nicht nur aus Sicherheitsgründen rät Ortlepp dazu, dass „die Fallenjagd der schlaueste und beste Jäger des Reviers macht“.

Von Axel Artmann

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