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Heimatmuseum: Eröffnung möglichst im August

Rat der Stadt stimmt zu Heimatmuseum: Eröffnung möglichst im August

Es bleibt dabei: Das Heimatmuseum soll zum „frühestmöglichen Zeitpunkt“ wiedereröffnet werden. Im Februar war im Kulturausschuss noch kontrovers über ein von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) vorgestelltes Konzept diskutiert worden.

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„Einmaliger Objektbestand“ und „erhaltenswertes Kulturgut“: Die Struktur des Heimatmuseums bleibt laut Konzept erhalten, wird jedoch neu präsentiert.

Quelle: Pförtner

Jetzt hat der Rat der Stadt einem ergänztem Vorschlag mit Mehrheit zugestimmt. Die SPD, die mit ihrem Antrag auf Schaffung eines Kinder- und Jugendmuseums ein eigenes Konzept vorgelegt hatte, stimmte dagegen.

Kernpunkte des nun beschlossenen, detaillierten Konzepts sind: Die Grundstruktur des Heimatmuseums – regionale Ausrichtung und Präsentation vorhandener Objekte – bleibt bestehen; die Ausstellung wird – wegen reduziertem Raumangebots – gestrafft; neu eingeführt werden „Aktivebenen“, Bereiche für Mitmachaktionen; das Veranstaltungsangebot wird verstärkt auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet.

CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Helmut Herbold rief die Situation des Museums, das bereits mit zurückgehenden Besucherzahlen zu kämpfen hatte, bevor es vor zwei Jahren nach einem Wasserschaden geschlossen wurde, in Erinnerung. Angesichts dessen und vor dem Hintergrund der vorangegangenen Diskussionen sei das vorliegende Konzept „ein guter Kompromiss“. Auch Hans Georg Schwedhelm (Grüne) bekannte, er freue sich über die neue Vorlage. Die Debatte im Kulturausschuss sei berücksichtigt. „Ich finde, die Vorlage ist ein großer Fortschritt.“

Das Urteil von Thomas Gerlach (SPD) war ein anderes: „Wir sehen keine Berührungspunkte mit unserem Vorschlag eines Kinder- und Jugendmuseums.“ Matthias Schenke ergänzte, die SPD habe einen Leuchtturm setzen wollen. „Wenn wir nun wieder ein klassischen Heimatmuseum eröffnen, schaffen wir das nicht.“

Differenzierter argumentierte Lothar Dinges. Die WDB sei „nicht ganz zufrieden“ mit der Beschlussvorlage. Es fehle der Hinweis, dass die museale Konzeption weiterentwickelt werde, sobald wieder Luft im Etat sei. Während CDU, Grüne und FDP dem Konzept zustimmten, die SPD die Vorlage ablehnte, enthielt sich die WDB der Stimme.

Eine Wiedereröffnung des Heimatmuseums wird für August angestrebt. In der ersten Etage soll das Thema Handwerk und Wirtschaft im Eichsfeld, im zweiten Obergeschoss das Leben auf dem Land und in der Stadt präsentiert werden. Im Erdgeschoss soll es archäologische Funde aus der Ur- und Frühgeschichte zu sehen geben und voraussichtlich ein Café- und Bistrobereich eingerichtet werden.

Unklar ist noch die personelle Betreuung. Ein Kooperationsmodell mit der Lebenshilfe Eichsfeld und den Harz-Weser-Werkstätten ist im Gespräch. Zudem soll es ein „intensives Werben um ehrenamtliches Betreuungspersonal“ geben. „Entscheidend ist jetzt die Öffnung. Es müssten sich alle melden, die in der Diskussion das Wort ergriffen haben, und ihren ehrenamtlichen Beitrag anbieten“, erinnerte Schwedhelm an die lebhafte öffentliche Debatte über das Museum.

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