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Heinz-Sielmann-Stiftung: Remise wird Bio-Restaurant mit Biergarten

Verändertes Gastronomie-Konzept Heinz-Sielmann-Stiftung: Remise wird Bio-Restaurant mit Biergarten

Zertifizierter Bioland-Betrieb ist Gut Herbigshagen bereits. Jetzt stellt die Zentrale der Heinz-Sielmann-Stiftung auch die Gastronomie auf Bio-Waren um – und strebt auch dafür eine Zertifizierung an. Als Zwischenschritt gibt es erst einmal einen Pächterwechsel für das seit 1994 von Gastronom Franz-Josef Otto betriebene Café Hamster.

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Setzen auf Bio-Produkte: Stephi Fliege Molder, Holger Belz und Gerhard Heinrich (v.l.) im Café des Naturerlebniszentrums Gut Herbigshagen.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Im kommenden Jahr wird dann die Remise umgebaut: Aus dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gutes soll ein Bio-Restaurant mit Biergarten werden. Auch der Hamster wird ausgemustert. Künftig läuft die Gastronomie unter einem neuen Namen, der an den Hofcafé- und Hofladen-Boom anknüpft: „Hofküche Gut Herbigshagen“.

Regie: Stephi Fliege-Molder

Nach zwei Monaten Übergangspause samt Modernisierung der Küche wird das Café am 1. März unter Regie von Stephi Fliege-Molder wiedereröffnet. Die 42-jährige Duderstädterin wird dabei vom Nesselröder Gerhard Heinrich (58) unterstützt . Beide sind in der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Duderstadt tätig. Um Gastronomie auf dem Gut betreiben zu können, haben sie als LEB-Ausgründung die Gesellschaft für soziale Dienstleistungen (GsD) aus der Taufe gehoben.

Stiftungsmitarbeiter Holger Belz betont die einvernehmliche Trennung von Otto, mit dem man gut zusammengearbeitet habe. „Wir wollten aber mit der Umstellung auf Bio-Produkte einen Kreis schließen von der Erzeugung zum Verbraucher, von Stall und Kräutergarten zur Gastronomie.“ Belz spricht von Transparenz und Nachhaltigkeit, Heinrich von der Weiterentwicklung zum Ausbildungs- und zum sozialen Betrieb nach Eröffnung der Remise.

Architektenwettbewerb

Für deren Umbau hat die Stiftung einen Architektenwettbewerb gestartet. 15 Büros nehmen daran teil, darunter vier aus der Region. Im Oktober sollen die Ergebnisse in der Remise ausgestellt werden, der Entwurf des von einer Jury ermittelten Gewinners im kommenden Jahr umgesetzt werden. Auch das Umfeld der Remise soll umgestaltet werden – zu einem Biergarten. Angedacht sei über die Außenbestuhlung hinaus ein Steinofen zum Backen und Grillen, sagt Belz.

Bis auf die Umstellung auf Bio-Produkte wird im Café im Hauptgebäude des Naturerlebniszentrums vorerst alles beim Alten bleiben. Auch weiterhin werden dort Suppen, Eintöpfe, Kuchen, Torte und Sandwich-Variationen angeboten. „Für mehr ist die Küche zu klein“, begründet Fliege-Molder den Bistro-Charakter als Zwischenlösung bis zur Eröffnung des Remisen-Restaurants. Kern-Öffnungszeiten des Cafés , für das Frühstücksbuffet auf Bestellung und Aktionstage geplant sind, sind von 10 bis 18 Uhr .

Bioland-Betrieb Herbigshagen

Produkte aus eigener Erzeugung – von Eiern über Honig bis Mettwurst – verkauft der Bioland-Betrieb Herbigshagen im Shop im Eingangsbereich des Cafés. Das Angebot, zu dem auch Bestimmungsbücher, Naturkosmetik, Nistkästen, Futtersäulen, Mineralien und Spielzeug gehören, sei zunehmend ökologisiert worden, sagt Belz – und fügt hinzu: „Wir sind keine Paradiesvögel. Eigentlich sollte Bio Normalität sein .“

Internet: Gut Herbigshagen

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