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Hundeführer Tobias Hoppmann qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaft

„Hunde sind keine Maschinen“ Hundeführer Tobias Hoppmann qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaft

Tobias Hoppmann aus Fuhrbach tritt bei den Deutschen Meisterschaften an. Mit seinem Schäferhund Wox fährt er im April zur Bundessiegerprüfung des Deutschen Verbands der Gebrauchshundesportvereine nach Eschweiler. Das ist der Lohn jahrelangen Trainings.
Brochthausen/Fuhrbach.

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Geschafft: Tobias freut sich über die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Quelle: EF

Tobias Hoppmann hat Wox und Gino „abgelegt“, wie er sagt. Der eine ruht sich auf der linken Seite des Hundeplatzes aus, der andere hält gegenüber Blickkontakt mit dem Hundeführer aus Fuhrbach. Hoppmann hat schon vor Jahren ein Schild ins Vereinshaus gehängt. „Hundesport ist Teamsport“ steht darauf geschrieben. Der 22-Jährige weiß: Wäre die Bindung zwischen ihm und seinem deutschen Schäferhund Wox nicht so eng, wäre er mit diesem auch nicht so erfolgreich.

Bereits im Alter von elf Jahren begeisterte sich Hoppmann für den Hundesport. Bald trat er dem Gebrauchshundesportverein in Brochthausen bei, wo auch sein Vater früher als Hundeführer aktiv war. Er begann damit, seinen heute zehnjährigen Schäferhund Gino auszubilden, feierte mit ihm damals als einen seiner größten Erfolge den dritten Platz bei der deutschen Jugendmeisterschaft.

Als Gino nicht mehr im Schutzhundebereich geführt werden konnte, entschied sich der Eichsfelder dazu, einen zweiten Hund auszubilden. „Es hat von Anfang an zwischen uns gestimmt“, schwärmt Hoppmann von dem Vertrauen, das sein viereinhalbjähriger Hund Wox ihm entgegenbringe.

Es geht um Vetrauen

„Viele meinen, wenn sie am Hundeplatz vorbeifahren, dass wir die Hunde scharfmachen. Das ist aber nicht so“, unterstreicht Hoppmann. Und man glaubt es ihm, denn wie Kampfmaschinen verhalten sich weder Gino noch Wox. Vielmehr gehe es um Vertrauen und darum, dem Hund etwas mit Spaß beizubringen, so dass dieser seine Triebe spielerisch ausleben könne.

„Jeder Hund ist anders, man muss immer wieder darauf reagieren“, sagt Hoppmann. Gino und Wox gehorchen aufs Wort. Wenn Hoppmann will, dass Wox Blickkontakt hält, dann folgt der Hund dem Herrchen, ohne zu gucken, wo der Weg lang führt.

Seinen bisher größten sportlichen Erfolg landete der Fuhrbacher im vergangenen Jahr. Da qualifizierte er sich durch einen dritten Platz bei der Landesverbandssiegerprüfung in Niedergandern für die Deutsche Meisterschaft, die im April stattfindet. Dann muss er sich mit Wox in Eschweiler der bundesweiten Konkurrenz stellen.

Wox hat die höchste Prüfungsstufe

„Mir ist egal, was für ein Platz herausspringt. Es wäre natürlich toll, wenn wir punktemäßig bestehen, vor allem aber geht es um die Erfahrung, die ich mit Wox dort sammeln kann“, sagt Hoppmann. Vielleicht sei diese Einstellung auch gerade sein Vorteil: „Hunde sind keine Maschinen. Wenn Wox oder ich keinen guten Tag erwischen, dann kann man eben nicht immer vorne dabei sein. Ich nehme es so, wie es kommt“.

Der Eichsfelder hat Wox bis zur IPO III, der höchsten Prüfungsstufe, ausgebildet. Diese ist in drei Bereiche unterteilt: bei der Fährtenarbeit muss der Hund im Gelände einer gelegten Fährte folgen und Gegenstände finden. Danach folgt die Unterordnung, bei der der Vierbeiner die Befehle des Menschen ausführen muss und schließlich der Schutzdienst. Bei diesem geht der Hund auf die Suche nach einem sogenannten Helfer, der sich mit einem Schutzärmel, in den der Hund später hineinbeißt, in einem Verschlag versteckt.

Neben drei Trainingseinheiten pro Woche ist Hoppmann oft auf dem Fahrrad unterwegs, um beim nebenherlaufenden Wox für die nötige Kondition zu sorgen. Dass der Verwaltungsfachangestellte den Großteil seiner Freizeit auf den Hundesport ausrichten kann, sei nur mit der Hilfe seiner Familie, Freundin und den Hundesportkollegen möglich. „Irgendwann will ich mein Hobby zum Beruf machen und Schutz- oder auch Rettungshunde ausbilden“, plant Hoppmann.

Von Kristin Kunze

Interessierte für den Gebrauchshundesport können sich bei Thomas Borchard unter Telefon 0 55 27 / 85 52 melden.
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