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Im Sommer werden sieben FSJ-Stellen bei der Caritas frei

Freies Soziales Jahr Im Sommer werden sieben FSJ-Stellen bei der Caritas frei

Nach dem Abitur hatte Moritz Moser noch etwas Zeit bis zum Beginn des Studiums: Innenarchitektur, so sein Plan. „Auf jeden Fall nichts Soziales“, sagt Moritz lachend. Sein Plan hat sich grundlegend geändert, seitdem er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) als Überbrückung bis zum Studium bei der Caritas in Duderstadt absolviert. Sieben FSJ-Stellen werden zum August wieder frei

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Kontakt zu Menschen: Leonard (links) schiebt Maria Kellner in den Bus, Moritz sorgt für Sicherheit der Fahrgäste.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt . Hier ist er im Fahrdienst eingesetzt, bringt die Senioren zur Tagespflege, zum Arzt oder nach Hause. „Der Kontakt zu den Menschen hat mich total beeindruckt. Nun habe ich mich für ein Sozialpädagogik-Studium entschieden“, beschreibt er die Änderung seiner Berufswahl und ist sich sicher, dass er ohne FSJ nie auf diese Idee gekommen wäre.

Monatliches Taschengeld

Sieben FSJ-Stellen werden zum August wieder frei sein bei der Duderstädter Caritas. „Wir bieten ganz unterschiedliche Einsatzbereiche an“, wirbt Gerd Hägerkamp, Pflegedienstleiter der Sozialstation und Abteilungsleiter der Alten- und Krankenhilfe. Neben der Hilfe bei Betreuung und Pflege von Senioren gebe es auch Stellen als Hausmeister und Fahrer, im Büro, bei der Kinderbetreuung oder bei der Unterstützung von Angehörigen. Für alle FSJler gelten die Regelungen zur Teilnahme an 25 Seminartagen, die in Blöcken abgehalten werden. Dazu kommen ein monatliches Taschengeld, Zuschüsse zu Fahrt- und Verpflegungskosten, Beiträge für Kranken- und Sozialversicherungen und der Anspruch auf Zahlungen des Kindergeldes, so Hägerkamp.

Der Gieboldehäuser Leonard Klein hat sich nach dem Abi ebenfalls für ein FSJ bei der Caritas entschieden. „Ich möchte Industriekaufmann werden, aber vorher wollte ich die Gelegenheit nutzen, noch was ganz anderes zu machen“, nennt er seinen Grund für diese Entscheidung. Er stellt fest, dass er von dem FSJ profitiert. „Im Team zu arbeiten und der Kontakt zu Älteren sind wertvolle Erfahrungen für mich, die mir auch in anderen Lebensbereichen nützen“, sagt er.

Gut für Lebenslauf

Manuela Kunze, Pflegedienstleiterin der Tagespflege, bestätigt: „Nicht nur die Caritas und die Senioren haben etwas von den FSJlern, auch die jungen Leute profitieren. Die eigene Persönlichkeit, das Selbstbewusstsein und die Sozialkompetenzen werden gestärkt, und im Lebenslauf macht nachgewiesenes freiwilliges Engagement auch einen guten Eindruck auf den späteren Arbeitgeber.“ Als zusätzliches kostenfreies Angebot für FSJler hat die Caritas die Möglichkeit geschaffen, in einer Schulung Basiskenntnisse zu erlangen, um sich als Pflegediensthelfer oder Betreuungshelfer prüfen zu lassen.

Stärken am PC und in der Verwaltung

Mit einem solchen Zertifikat in der Tasche seien die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in sozialen Berufen oder Annahme an Fachhochschulen erhöht, erklärt Kunze. Außerdem sei es bei der Caritas möglich, die eigenen Schwerpunkte während eines FSJ selbst zu bestimmen. „Wer seine Stärken am PC und in der Verwaltung sieht, kann ins Büro gehen, wer gern mit Menschen zusammen ist, hilft bei der Betreuung, und wer handwerklich begabt ist, kann sich im Hausmeisterdienst nützlich machen“, nennt Kunze Beispiele. Hägerkamp ergänzt in diesem Zusammenhang, dass bei der Caritas nicht nur FSJler mit der Altersbegrenzung von 16 bis 26 Jahren, sondern auch Bundesfreiwilligendienstler ohne Altersbegrenzung willkommen sind.

Abwechslungsreicher Dienst: Hilfe bei der Seniorenbetreuung, in der Küche oder im Büro. IS

► Infos gibt es bei jungecaritas.de oder direkt im Caritas-Centrum Duderstadt, Schützenring 1, Telefon 0 55 27/ 98 13 16.

Von Claudia Nachtwey

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Jahresbericht
Vor zwei Jahren an den Start gegangen: die Tagespflege des Caritasverbandes im Duderstädter Schützenring.

3300 Klienten haben im vergangenen Jahr Hilfe durch Beratungsdienste der Caritas erhalten, 3000 Patienten wurden in Sozialstationen und Pflegeangeboten betreut. "Die Not – und die Hilfeleistung – werden nicht weniger“, sagt Bertil Holst. Der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Göttingen hat den Jahresbericht 2012 vorgestellt.

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