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„Immer wieder Neues zu entdecken“

Grenzlandmuseum „Immer wieder Neues zu entdecken“

Aus den Lautsprechern im Grenzlandmuseum Eichsfeld klingt Musik. Von Klassik mit Piano und Orchester bis hin zu Pop – „Mädchen aus Ostberlin“ von Udo Lindenberg – geht die Auswahl zum Thema Mauerfall. Vor zwei Jahrzehnten war hier noch der Grenzübergang Duderstadt-Worbis.

Ein Sprecher informiert über die historischen Geschehnisse der innerdeutschen Teilung. Hupen der Trabi-Kolonnen und Nachrichtenausschnitte vervollständigen die Klangkulisse, versetzen die Besucher zwischen Teistungen und Gerblingerode zurück in die Zeit der Grenzöffnung.

Im Grenzlandmuseum ist der Eintritt zum 20. Jahrestag des Mauerfalls frei. Den ganzen Tag über werden Führungen angeboten. Besucher aus nah und fern machen reichlich davon Gebrauch. Birgit Bodmann aus Seeburg kommt beeindruckt aus den Ausstellungsräumen. „So interessant hätte ich es mir nicht vorgestellt“, sagt die Krankenschwester. Besonders wusste sie die Führungen zu schätzen.

Besuch aus Köln

Von weiter her, nämlich aus Köln, ist Kerstin Schlögl gekommen. Die Kinderkrankenschwester hat den Rundgang im Grenzlandmuseum mit dem Besuch bei ihrer Familie verbunden. Ihre Familie lebt nämlich im Eichsfeld. „Ich war noch sehr klein, als die Mauer viel“, sagt die 24-Jährige. Daher schätze sie den geschichtlichen Rückblick in besonderer Weise.
Schon öfter waren Heinz und Irmgard Mißling zu Besuch im Grenzlandmuseum Eichsfeld. „Es gibt hier immer wieder Neues zu entdecken“, so Irmgard Mißling. „Es gibt so viel zu sehen, man müsste sich eigentlich einen ganzen Tag Zeit nehmen“, fügt ihr Mann hinzu. Beide sind Rentner und leben in Wulften.

Als die Mauer fiel, sind die beiden den verstopften Straßen aus dem Weg gegangen und zu Hause geblieben. Ihr Sohn jedoch, damals 19 Jahre alt, war noch in der Nacht der Grenzöffnung an den Ort des Geschehens aufgebrochen. Mit der Voraussage, ihn nicht vor morgens zurück zu erwarten, habe er dann einen kilometerlangen Marsch angetreten. Denn motorisiert sei kein Durchkommen gewesen.

mm

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Fall der Grenze im Eichsfeld

Knapp eine halbe Stunde nach Mitternacht öffneten sich die Schlagbäume an der Grenzübergangsstelle Duderstadt-Worbis und die Schlange aus Trabis, Ladas und Wartburgs schob sich von Osten gen Westen, der lang ersehnte Besuch in Duderstadt wurde Wahrheit.

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