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Jagdbare Tierwelt im Eichsfeld Thema beim Heimatverein

„Es wird Problemwölfe geben“ Jagdbare Tierwelt im Eichsfeld Thema beim Heimatverein

Die Jagd hat eine lange Tradition im Eichsfeld. Erste schriftliche Zeugnisse –  Rechnungsbücher der Stadt Dudestadt – gehen zurück ins Jahr 1406. Damals gab es Geld für Wolfs- und Biberjäger. Mittlerweile wurde wieder ein erster freilebender Wolf vor einigen Wochen bei Breitenberg gesichtet.

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Nilgans.

Quelle: Vagt

Duderstadt. Das könne künftig praktisch überall vorkommen, sagte Kreisjägermeister Alfred Ballhausen während der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins „Goldene Mark“ (Untereichsfeld). 

Im Mittelpunkt des Treffens im Rathaus stand die Geschichte der Jagd und die jagdbare Tierwelt im Eichsfeld. Ballhausen berichtete unter anderem aus eigenem Erleben über das Zusammenwachsen der Jägerschaften im Ober- und Untereichsfeld nach dem Fall der innerdeutschen Grenze.  Der Brochthausener berichtete auch über Einwanderer wie den eher heimlichen Luchs und die drastisch zunehmende Zahl der  Waschbären. 2500 wurden ihm zufolge im vorigen Jagdjahr im gesamten Eichsfeld zur Strecke gebracht.

Das Thema Einwanderer in der Tier- und Pflanzenwelt auch durch Klimaänderung nahm sich insbesondere Eckhard Wiesenthal von der Deutschen Tierpark-Gesellschaft (DTG) an.  Neben positiven Aspekten wie der Wiederausbreitung von Seeadler und Storch  sieht er auch negative.  „Wir werden Malaria in Deutschland bekommen“, glaubt Wiesenthal, auch der Schakal werde einwandern. Die Einwanderung von Wölfen aus allen Richtungen nach Deutschland – rund 200 Tiere gibt es wahrscheinlich mittlerweile in Niedersachsen –  geht aus seiner Sicht weiter. „Es wird Problemwölfe geben“, sagte Wiesenthal.

Der Vorsitzende  Gerold Wucherpfennig, sein Stellvertreter Helmut Mecke,  Kassenwart Martin Jegerczyk und Schriftführer Herbert Pfeiffer stellten sich für eine weitere dreijährige Amtsperiode zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt. Wucherpfennig berichtete, dass die zweibändige Bibliografie zum Schrifttum über das Eichsfeld mit fast 19 000 Titeln im Sommer auf den Markt kommen solle.

Der Verein wird den Druck mit 6000 Euro fördern, der Heiligenstädter Partnerverein für Eichsfeldische Heimatkunde mit 14 000 Euro. Wucherpfennig kündigte für 2016 ein weiteres Buch über das Eichsfeld an, das in der Reihe Landschaften in Deutschland vom Leipziger Institut für Landeskunde herausgegeben wird und zu dem er einen Beitrag liefern werde.

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