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Jugendliche wollen offenen Treffpunkt

Initiative in Rhumspringe Jugendliche wollen offenen Treffpunkt

Gemeinsam für die Jugend! Mit diesem Leitspruch wirbt in Rhumspringe die Initiative Jur-Town um Unterstützung. Hinter dem Zusammenschluss mit der US-amerikanisch klingenden Bezeichnung stehen junge Eichsfelder, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Schaffung eines Jugendraumes im Rhumeort.

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Setzen sich für Jugendraum ein: Simon, Lisa T., Lara und Lisa G. im provisorischen Treffpunkt, dem Pfarrheim Rhumspringe (v. l.).

Quelle: AT

„Wenn wir uns mal treffen wollen, sitzen wir letztendlich immer zu Hause bei Freunden rum. Einige Eltern sind dadurch schon genervt“, beschreiben Lisa Gerlach, Lara Jacobi, Lisa Tenchella und Simon Jacobi ihre Lage. Vor einiger Zeit hätten sie daher den Entschluss gefasst, sich für einen Treffpunkt, der allen Rhumspringer Jugendlichen offensteht, einzusetzen. Bereits im Mai hatten sie zu einer Jugendversammlung aufgerufen, bei der sie auch Gemeinderatsmitgliedern ihr Anliegen vortrugen.

Regeln ausgearbeitet

Als daraus keine Resultate folgten, sammelten die Jur-Town-Mitglieder Unterschriften von Einwohnern und stellten ihr Konzept beim Herbstfest vor. „Wir haben Regeln ausgearbeitet, nach denen ein Jugendraum-Betrieb funktionieren könnte, ohne Lärm, Stress oder andere Schwierigkeiten“, sagt Lara. Schließlich seien sie sich der Vorbehalte bewusst, die viele Bürger gegenüber Jugendräumen hätten. Zudem absolvieren fünf der Initiatoren einen Grundkurs, um die Juleica (Jugendleitercard) zu erhalten. Eine weitere Jugendversammlung im Oktober brachte keine Fortschritte. So müssen sich die Jur-Town-Mitglieder weiter provisorisch im Pfarrheim treffen. In den nächsten Tagen kommen die engagierten Jugendlichen mit Bürgermeister Franz Jacobi zusammen, um weitere Schritte zu besprechen.

„In Rhumspringe gibt es seit etlichen Jahren keinen Jugendraum mehr“, berichtet Jacobi auf Nachfrage. Es habe immer wieder Vorstöße von Jugendlichen und auch aus der Politik gegeben, ein entsprechendes Angebot zu schaffen. „Das ist bislang gescheitert, weil kein geeigneter Raum vorhanden ist“, erklärt er. Mindeststandards wie Heizung, elektrische Leitung oder sanitäre Anlagen hätten bei in Frage kommenden Objekten gefehlt. In anderen Fällen hätten Vermieter einen Rückzieher gemacht – es habe Bedenken gegeben.

Teil der Ortsstruktur

„Ein Jugendraum soll keine Oase für Jugendliche sein sondern Teil der Ortsstruktur“, meint Philipp Rösener von der Aufsuchenden Jugendarbeit des Landkreises Göttingen. Er unterstützt Jur-Town bei ihrer Suche nach einem Treffpunkt. „Für eine engagierte Jugend und eine junge Ortsstruktur müsste eigentlich jede Gemeinde dankbar sein“, meint er.

Von Björn Dinges

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