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Kater im Kreuztal erschossen

Breitenberg Kater im Kreuztal erschossen

Familie Marko ist geknickt. Ihr geliebter Kater Elvis ist von einem Unbekannten erschossen worden. Elvis wurde nur ein Jahr alt. Die Familie hat die Polizei eingeschaltet und 500 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen.

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Quelle: gt

Breitenberg. Treibt in Breitenberg ein Katzenhasser sein Unwesen? Diese Frage stellen sich Beate und Volker Marko ebenso wie ihr 24-jähriger Sohn Alexander. Der hatte Elvis, der schnell allen ans Herz gewachsen war, ins Haus geholt. Der graubraun-gestreifte Kater stammte aus einem Wurf eines örtlichen Bauernhofes, die Namensgebung hatte nichts mit Presley zu tun.

Als sehr zutraulichen Hauskater beschreibt Volker Marko das Tier, das erschossen worden ist. Aufgefunden wurde der tote Kater bereits am 14. Juni gegen 20.30 Uhr in direkter Nähe des Wohngebietes Am Kreuztal an der Einmündung des Feldweges in die Hakenbergstraße zum Hübental. Zuvor war er einen Tag lang verschwunden. Alexander Marko mutmaßt, dass er irgendwo eingesperrt war.

Volker Marko, der seit 30 Jahren in Breitenberg wohnt und sich schon immer Katzen gehalten hat, hat mit seinem Sohn Aushänge im Kreuztal aufgehängt. „Achtet auf Eure Haustiere!“, heißt es dort: „Es geht uns darum, Unmenschlichkeiten wie diese in Zukunft zu verhindern. Daher bitten wir um Eure Mithilfe.“ „Es gibt sehr viele Haustiere, gerade Katzen, in unserer Straße“, sagt Alexander Marko.

Kater Elvis ist erschossen worden.

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Ein derartiger Fall ist Polizeihauptkommissar Karl-Ernst Recha von der Duderstädter Polizei noch nicht untergekommen. Vereinzelt gebe es immer wieder einmal Anzeigen, weil Katzen durch Schüsse aus einem Luftgewehr verletzt wurden. Recha kann sich aber nicht daran erinnern, dass ein Hund oder eine Katze gezielt erschossen wurde. Das Projektil sei hinter dem rechten Ohr in den Schädel eingedrungen und aus dem Auge wieder ausgetreten. Ein gängiges Luftgewehr schließt Recha als Tatwaffe aus und vermutet, dass es sich um eine Kleinkaliberwaffe oder ein Hochleistungsluftgewehr gehandelt hat. Für das grundlose Töten von Wirbeltieren droht nach dem Tierschutzgesetz ein Strafmaß von einer Geldstrafe bis zu drei Jahren Haft. Ermittelt wird zudem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, da außerhalb genehmigter Schießstätten nicht geschossen werden darf.

300 Meter außerhalb sogenannter „befriedeter Bezirke“ wie Ortslagen und -ränder, Friedhöfe und Verkehrsadern dürfen Jagdausübungsberechtigte wildernde Hunde und Katzen erschießen, bestätigt Thomas Ehbrecht. Das sei nach dem niedersächsischen Jagd- und Tierschutzgesetz erlaubt, komme in der Praxis aber so gut wie nie vor, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Jägerschaft Duderstadt: „Den Finger macht  man nur einmal krumm.“ Die Gesetzeslage lasse mehr zu, als die Jäger selbst machen würden und wollten. Selbst wenn gerade ein Hund Wild hetze, werde allenfalls ein Warnschuss abgegeben.

Das Erschießen von Katzen schließt Ehbrecht fast gänzlich aus – zumal es sich auch um eine Wildkatze handeln könne und noch bis Mitte Juli Brut- und Setzzeit sei. Dass im aktuellen Fall ein Jäger seine Hand im Spiel hatte, hält Ehbrecht nicht für möglich  - schon deshalb, weil Jäger nicht mit Kleinkaliber oder Luftgewehren zur Jagd gehen würden. Mit dem zuständigen Jagdausübungsberechtigten in Breitenberg hat Volker Marko bereits gesprochen. Der sei über den Vorfall ebenfalls empört gewesen.

Um Hinweise bitten Volker Marko, Telefon 0151/18175572, und Alexander Marko, Telefon 0151/59085674. Hinweisgeber können sich aber auch direkt an die Duderstädter Polizei, Telefon 05527/98010, wenden. 

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