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Katholische Gemeinden Gieboldehausen gegen neue Windräder

Kein Kirchenland Katholische Gemeinden Gieboldehausen gegen neue Windräder

Weder im Bereich des Höherberges noch des Pinnekenberges will die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius Flächen zur Errichtung von Windkrafträdern zur Verfügung stellen. Dieser im jüngsten Pfarrbrief veröffentlichte Beschluss des Gieboldehäuser Kirchenvorstandes werde von Bewohnern der Neubaugebiete auf der Vogelsburg und Windparkgegnern begrüßt, sagt Wolfram Döring (Freie Wähler GfG).

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Gieboldehausen. Die Entscheidung sei ein klares Signal auch an die Kommunalpolitiker rund um Gieboldehausen.

Um die Ausweisung von Windkraft-Vorranggebieten im Flächennutzungsplan hatte es heftige Auseinandersetzungen in der Samtgemeinde Gieboldehausen gegeben. Die Konzentration im Bereich des Höherberges wurde im Lauf des Verfahrens noch einmal eingeschränkt und Flächen südöstlich der Wallfahrtsstätte Höherberg ausgeklammert.

Gegen die Ausweitung des Areals hatten die Kirchengemeinden Gieboldehausen, Wollbrandshausen und Bodensee Unterschriften gesammelt.

Die katholische Kirche gehört selbst zu den Grundeigentümern in beiden Vorranggebieten. Vor allem im Bereich des  Höherberges besitzt sie Grund und Boden, aber auch am Pinnekenberg kleinere Flächen. „Wir geben kein Land für Windräder her“, stellt Pfarrer Matthias Kaminski jetzt unmissverständlich klar.

Sturm der Entrüstung

Schon die Planung der bestehenden Windräder in Nähe des „heiligen Bergs des Eichsfelds“ hatte vor etlichen Jahren einen Sturm der Entrüstung ausgelöst und zu Protesten der umliegenden Kirchengemeinden geführt.  Nach Standortkorrekturen wurde dann eines der Windräder auf Kirchenland errichtet.

Das schließt die Kirchengemeinde St. Laurentius als Grundeigentümerin für die aktuelle Entwicklung aus. Auch der Kirchenvorstand von St. Georg Wollbrandshausen hat bereits im vergangenen Jahr einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der Höherberg mit seiner Kapelle sei ein schützenswertes Kulturdenkmal, heißt es im Pfarrbrief.

Das sei auch deutlich geworden durch die Unterschriftenaktion, an der sich 1000 Bürger beteiligt hätten. Auch im Bereich Pinnekenberg werde kein Kirchenland für Windräder zur Verfügung gestellt. „In unmittelbarer Nachbarschaft haben viele junge Familien, auch auf Kirchenland mit Erbbaupacht, sich ein Eigenheim errichtet“, sagt Kaminski: „Diesen Lebensraum für die Familien halten wir für schützenswert.“

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Stehen schon: Windräder bei Güntersen.

Bei einer der regelmäßig tagenden Dorfversammlungen haben sich die knapp 30 Teilnehmer spontan mit dem Thema Windräder befasst – und ein ablehnendes Votum gefasst. Eine Studie hatte für den Flecken Adelebsen zuvor drei mögliche neue Windrad-Flächen in der Gemeinde ergeben, darunter eine für bis zu fünf Windräder bei Güntersen.

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