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Kaum zu begreifen

Kommentar Kaum zu begreifen

Von Heinz Hobrecht

Manchmal kann ich es immer noch nicht recht begreifen, dass die Grenze auf ist. Viele Jahre hatte ich mit ihr beruflich zu tun, in meiner Zeit beim Bundesgrenzschutz in Duderstadt.

Als Streifenposten habe ich einmal miterlebt, wie Angehörige von der Brochthäuser Seite aus über den Todesstreifen hinweg das Begräbnis eines Verwandten in Zwinge beobachten mussten. Das Sperrgebiet war tabu. Für Nicht-Anwohner auch der Friedhof. Oft habe ich mir damals gewünscht, ein wenig mehr von dieser ganz anderen, fremden Welt jenseits des Metallgitterzaunes zu sehen. Nicht im Traum hatte ich daran gedacht, dass einmal die Grenze fallen könnte, dass es möglich sein würde, in die Dörfer zu fahren. Manchmal kann ich es immer noch nicht begreifen.

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20. Jahrestag der Grenzöffnung

Heute vor 20 Jahren hat sich die Welt verändert. In der Nacht 9. auf 10. November 1989 ging in Deutschland die Grenze auf. In Gerblingerode rollte um 0.35 Uhr der erste Trabi in den Westen. In dieser Nacht begegneten sich auch in Gieboldehausen Menschen aus Ost und West. Zehn Jahre später sahen sie sich wieder. Und auch jetzt trafen sie sich in Erinnerung an das Wunder der Grenzöffnung. Tageblatt-Redakteur Heinz Hobrecht war bei allen drei Begegnungen dabei.

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